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Lebenszeichen gegen Schlusslicht

Handball – Mit dem hart erkämpften 30:28-Heimsieg über die SG Yverdon & Crissier haben die Kreuzlinger SPL1-Frauen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Den Team von Kristina Ertl gelang ein Zittersieg. (Bild: GACCIOLI KREUZLINGEN)

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie – darunter das 17:23 am Donnerstag bei Yellow Winterthur – vermochten die Kreuzlingerinnen auch das zweite Duell der Auf-/Abstiegsrunde gegen die SG Yverdon & Crissier zu ihren Gunsten zu entscheiden. Im Gegensatz zum deutlichen 33:20-Erfolg am Neuenburgersee musste das Team von Trainerin Kristina Ertl im Rückspiel allerdings weitaus grösseren Widerstand brechen. Die Gäste liessen sich auch von einem Fehlstart (1:7 nach zehn Minuten) nicht entmutigen. In der Folge profitierten sie immer wieder von defensiven Problemen des HSC. Kaum nachvollziehbar, weshalb sich die Kreuzlingerinnen nach dem beeindruckenden Auftakt aus ihrer bis dahin sehr soliden 6:0-Abwehr herauslocken liessen. Insbesondere auf den Flügelpositionen wurde immer wieder zur Unzeit spekuliert. Der Aussenseiter nützte diese Fehler konsequent aus und schloss dank fünf Treffern in ebenso vielen Minuten bis zum 8:6 auf. Ab der 14. Minute bewegten sich die beiden Teams dann auf Augenhöhe. Bei den Romands sorgte offensiv vor allem die grossgewachsene Topscorerin Camille Le Men für Druck.

Zittern bis zum Schluss
Den 16:13-Halbzeitvorteil gaben die Kreuzlingerinnen nach dem Seitenwechsel innerhalb von weniger als fünf Minuten preis. Der Aussenseiter witterte nun seine Chance zum ersten Punktgewinn. Statt des angestrebten hohen Heimsieges sah sich der HSC plötzlich mit einem Zweitore-Rückstand konfrontiert. Bis rund zehn Minuten vor Schluss lagen die entfesselten Gäste mehrheitlich eine Nasenlänge vorne. Zwei Ausschlüsse gegen Yverdon & Crissier ebneten den Thurgauerinnen aber den Weg zur Wende. Der HSC nützte diese Überzahlphasen zum 27:25. Als dann der kämpferischen Katja Sivka knapp 160 Sekunden vor Schluss das 29:26 gelang, schienen die Würfel gefallen. Zumal die Gäste eine weitere Strafe kassierten. Aber zwei Treffer der Romands in Unterzahl sorgten nochmals für viel Spannung. Der sichergeglaubte Kreuzlinger Sieg war wieder gefährdet. Umso mehr, als der HSC die letzte Spielminute in Unterzahl bestreiten musste. Die Romands wussten diese Chance allerdings nicht zu nutzen. Im Gegenteil: HSC-Topscorerin Martina Strmsek machte mit ihrem dritten verwerteten Penalty kurz vor Schluss den Sack zu.

Dreiwöchige Pause
Weil die Nationalmannschaft zwei EM-Qualifikationsspiele gegen die Ukraine bestreitet, ruht der Meisterschaftsbetrieb in den beiden höchsten Spielklassen für drei Wochen. Das nächste Punktspiel bestreitet der HSC am 7. April auswärts gegen die HSG Leimental, das nächste Heimspiel eine Woche später gegen GC Amicitia Zürich. Die Ausgangslage bleibt für den HSC Kreuzlingen dieselbe: Die letzten vier Partien der Auf-/Abstiegsrunden müssen gewonnen werden, will er im September seine dritten Saison in der höchsten Spielklasse in Angriff nehmen.

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