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Punktgewinn in Extremis

Handball – Dank zwei Treffern in den letzten 30 Sekunden sicherten sich die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen beim 20:20 in St. Gallen wenigstens einen Punkt.

Handball-Ass Matthias Faisst. (Bild: zvg)

Am Ende dürften sich die St. Galler über den verpassten Sieg geärgert und die Kreuzlinger sich über einen Zähler gefreut haben. Der SV Fides konnte damit im dritten Saisonduell mit dem HSC erstmals punkten. Allerdings wäre das damatische Finale aus Sicht der Thurgauer gar nicht erst nötig gewesen. Das Team von Marcel Keller verpasste es zuvor gleich mehrmals, die Gastgeber entscheidend zurückzubinden. Insbesondere beim Stand von 16:14 (51.) vergaben die Kreuzlinger gleich zwei Topchancen, um die Reserve auf vier Treffer zu erhöhen. Das wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit die Entscheidung gewesen. Statt 18:14 hiess es dann aber wenig später 16:16. «Wenn man solche Chancen nicht verwertet und auch noch zwei Penalties verschiesst, darf man sich anschliessend nicht wundern,» lautete im HSC-Lager das nüchterne Fazit nach Spielende. So brachten sich die Thurgauer um den Lohn ihrer bis dahin ausgezeichneten Abwehrleistung.

Peraciz’s Kopfarbeit
Während die Kreuzlinger haderten, drückten die St. Galler auf der Zielgeraden richtig aufs Gaspedal und legten zum 18:16 vor. Zwar verkürzte der HSC immer wieder, als aber Spielertrainer Alex Usik die Gästeabwehr gleich zweimal hintereinander alt aussehen liess, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Das 20:18 erzielte der langjährige NLA-Rückraumspieler nur 39 Sekunden vor Schluss. Aber die Thurgauer kamen nochmals zurück. Zuerst verkürzte Marco Kappenthuler und dann wehrte der in der Schlussphase eingewechselte HSC-Keeper Beco Perazic den freien Wurf von Tobias Lieberherr mit dem Kopf ab. Den blitzschnell ausgelösten Gegenstoss verwertete schliesslich Jonas Heim drei Sekunden vor dem Abpfiff zum 20:20-Endstand.

Nur Kreuzlingen darf weiter hoffen
Insbesondere für die St. Galler ist dieses Unentschieden zu wenig. Sie haben sich damit faktisch aus dem Rennen um die beiden Playoff-Plätze verabschiedet. Die Kreuzlinger verteidigten zwar ihren zweiten Tabellenplatz, nach Verlustpunkten gerechnet liegen sie bei drei noch ausstehenden Partien aber doch schon vier Zähler hinter Platz zwei zurück. Zumindest lebt die Hoffnung weiter, weil die beiden Topteams noch gegeneinander spielen und auf den HSC treffen. Der HSC muss aber die restlichen drei Begegnungen gegen den SV Fides St. Gallen (Sa, 14. April, 18 Uhr, Sporthalle Egelsee), bei den Seen Tigers Winterthur (Samstag, 21. April, 18.30 Uhr, Eulachhalle) und zum Abschluss nochmals vor eigenem Publikum gegen den aktuellen Tabellenführer HC Wädenswil (Sa, 28. April, 19.30 Uhr) in jedem Fall allesamt gewinnen.

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