/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Schoggi für die Gewerbler

Kreuzlingen – Die Kreuzlinger Schoggi-Fabrik Bernrain plant einen Neubau für eine neue Giessmaschine. Trendige vegane und fairtrade produzierte Schokoladen finden weiterhin steigenden Absatz. Geschmackskombinationen aus Tee und feinster Schweizer Schokolade sind seit dieser Woche auf dem Markt.

Die Mitglieder des Kreuzlinger Gewerbevereins kamen am Donnerstag in den Genuss von gleich drei neuen Geschmacksrichtungen aus dem Hause Chocolat Bernrain: Sie durften weisse, mit Earl Grey Tee verfeinert Schokolade ebenso probieren wie Milchschokolade mit einem Schuss Chai und Bitterschokolade in Kombination mit Pfefferminztee. «Dabei handelt es sich um brandneue Produkte mit gemahlenem Teepulver, die erst seit dieser Woche im Fabrikladen erhältlich sind», liess Geschäftsführerin Monica Müller wissen. Zuvor seien die neuen Tafeln auf einer Fachmesse für Bioprodukte in Nürnberg vorgestellt worden.

Chocolat-Bernrain-Chefin Monica Müller stellte das Familienunternehmen am Gewerbelunch vor und liess die Anwesenden neue Kreationen degustieren. (Bild: sb)

Die Schokoladen sind organisch und fair hergestellt worden und liegen damit voll im Trend. Dasselbe gilt auch für vegane Schokolade – alles Bereiche, in denen sich die Kreuzlinger Schokoladenfabrik früh einen Namen machte. Müller: «Die erste Bio-Fairtrade-Schokolade haben wir 1991 auf den Markt gebracht. 2014 haben wir vegane Tafeln lanciert. Aktuell haben wir drei Sorten davon im Angebot: mit Kokos-, Mandel- oder Haselnussmilch als Milchersatz. Und natürlich Bitterschokolade.» Der Umsatz dieser Trendschokolade sei weiterhin steigend.

85 Prozent «Private Labels»
«Schweizer Schoggi ist weiterhin eine wunderbare Marke», schwärmte Müller. In Zahlen bedeutet das, die Chocolat Bernrain verkauft in 50 Länder weltweit. Drei Viertel der Produktion geht ins Ausland. Den Löwenanteil am Umsatz machen im Kundenauftrag produzierte Marken aus (85 Prozent), nicht die Eigenmarke. 65 Prozent der Produkte sind bio und fairtrade.
«Wir unterstützen die nachhaltige Produktion von Rohstoffen», bekräftigte die Geschäftsführerin. «Kakao, Zucker und Vanille kaufen wir wo möglich direkt bei den Produzenten.» Im Anschluss stellte sie kurz die bolivianische Kooperative «El Ceibo» vor, die seit 1991 Geschäftspartnerin ist und 1200 Mitglieder hat.

Neuigkeiten vom Standort Kreuzlingen gab’s auch: So steht die Baueingabe für einen neuen Fabrikteil bevor. Dort soll eine neue Giessmaschine zum Einsatz kommen, welche die alte aus den 50er Jahren ablösen wird. Eine Vergrösserung der Belegschaft sei deswegen nicht geplant: 100 Mitarbeitende sind derzeit in Kreuzlingen beschäftigt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.