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Der grosse Gatsby: Ein Porträt der 20er-Jahre

Kreuzlingen – Am Samstag, 7. April, fand in Kreuzlingen die erste Great Gatsby Prohibition Party im Stil der 20er-Jahre statt. Grund genug, sich einmal näher mit der Geschichte des grossen US-amerikanischen Romans zu beschäftigen.

Nicht nur die guten 50er-, auch die 20er Jahre werden im Roxy zelebriert. (Bild: zvg)

An dem Wochenende veranstaltet die «Roxy Bar» in Kreuzlingen die Great Gatsby Prohibition Party. Unter dem Motto «The Roaring 20s» soll der Partyabend die Gäste mit Jazz-Klängen und authentischer Dekoration in die 20er-Jahre zurückversetzen. Ein entsprechendes Outfit ist natürlich Pflicht. Dafür kann man sich von der Abendmode von Peter Hahn inspirieren lassen oder einen Blick in die Entstehungsgeschichte des Buches werfen.

Jazz-Musik, Wirtschaftswunder und Prohibition
Der Roman «Der grosse Gatsby» stammt aus der Feder des US-amerikanischen Autors Scott Fitzgerald und wurde erstmals im Jahr 1925 veröffentlicht. Auch wenn dem Buch zu Lebzeiten des Autors keine besondere Bedeutung zugemessen wurde, wurde es in den 40er-Jahren wiederentdeckt und erlangte posthum grosse Beliebtheit. Heute zählt der Roman zu den Hauptwerken der Amerikanischen Moderne und ist Pflichtlektüre im Englischunterricht vieler Schulen. Die Handlung findet in der fiktiven Stadt West Egg auf Long Island in der Nähe von New York City statt. Fitzgerald erzählt die Geschichte des jungen, reichen Jay Gatsby, der nach dem Ersten Weltkrieg in sein Heimatland zurückkehrt. Seine grosse Liebe Daisy Buchanan ist inzwischen mit einem anderen Mann verheiratet, doch der mysteriöse Gatsby versucht, sie zurückzuerobern. «Der grosse Gatsby» porträtiert mit dieser Geschichte die sozialen und politischen Zustände der 20er-Jahre, die von der Jazz-Musik und dem Flapper-Stil der provokanten und selbstbewussten Frauen dieser Zeit geprägt wurden. Nordamerika befand sich in einer Phase des wirtschaftlichen Wachstums. Gesellschaftlich gesehen äusserte sich dies in einem Wandel zu Dekadenz und privaten Cocktail-Partys, da in der Zeit der Prohibition der Verkauf von Alkohol verboten war. Die ausschweifenden Partys des Jay Gatsby stehen exemplarisch für die soziale Stimmung der US-amerikanischen Nachkriegszeit, die vom Idealbild des «American Dream» geprägt war. Dabei stellt der Autor diesen Traum von Glück, Reichtum und Erfolg durchaus als brüchig dar, denn auch Gatsby scheitert letztendlich mit der Traumvorstellung, seine grosse Liebe zurückzugewinnen. Damit ist «Der grosse Gatsby» nicht nur ein präzises Porträt seiner Zeit, sondern ein anschaulicher und spannender Roman, den jeder gelesen haben sollte.

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