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Spatenstich für den Mülibach

Langrickenbach – Am Mülibach in Langrickenbach hat der Bagger angefangen zu graben. Wegen Einsprachen verzögerte sich der Baustart um ein Jahr, doch nun konnten die Arbeiter endlich losgelegen mit dem kantonalen Leuchtturmprojekt.

Die Langrickenbacher Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder und Landeigentümer Walter Häberlin (Mitte unten) feierten zusammen mit Vertretern von Gemeinde, Kanton sowie den beteiligten Ingenieuren und Arbeitern am Montag den Spatenstich. (Bild: sb)

Wenn alles glatt läuft und das Wetter mitspielt, dann sollten die Bauarbeiten für die Offenlegung des Mülibachs spätestens im September abgeschlossen sein. Auf 500 Metern Länge darf sich der vor 70 Jahren in eine Röhre gezwängte Bachfrei und natürlich vorbeischlängeln. So entsteht östlich des Dorfrands ein vielfältiger Lebensraum für dutzende unterschiedliche Arten wie Sumpfdotterblume und Bachnelkenwurz, Frosch und Libelle, Zaunkönig und Biber.

Grosse Freude herrschte bei allen Beteiligten am Spatenstich. Finanziert wird das fast 900’000 Franken teure Projekt zu zwei Dritteln von Bund und Kanton, den Rest konnte Pro Natura durch Spenden organisieren. Die Gemeinde Langrickenbach ist Bauherrin, wirkte im Hintergrund und leistete administrative Unterstützung. So setzten sich die Verantwortlichen sehr ein, um Kritiker des Bauprojekts zum Rückzug ihrer Einsprachen zu bewegen, was letztendlich auch gelang.

So soll der Mülibach sich bald um Langrickenbach schlängeln. (Bild: zvg)

Der Ursprung des Projekts reicht über zehn Jahre zurück. Bereits 2007 findet sich eine Notiz der Idee Walter Häberlins in den Akten der Gemeinde Langrickenbach, drei Tümpel auszuheben, die vom Mülibach gespeist werden. «Als Junge spielte ich immer am Feuerwehrweiher», erinnerte sich der Initiator und Eigentümer der Bachwiese. «Als dieser in den 60er Jahren eingedeckt wurde, kämpfte ich für den Erhalt des Weihers. Leider umsonst.» Damals habe er sich geschworen: «Wenn ich einmal die Chance dazu bekomme, soll Langrickenbach wieder einen Weiher bekommen, zum Baden und Schlittschuhlaufen.»

Bei der Ausarbeitung seiner Vision zusammen mit Ingenieuren, dem Kanton, der Gemeinde und vielen anderen Beteiligten wurde aber klar, dass eine Bachoffenlegungen machbarer ist und zudem finanzielle Unterstützung bekommt. Insgesamt sieben Jahre dauerte es, das Projekt aufzugleisen. Im Mai 2016 schliesslich genehmigte die Langrickenbacher Gemeindeversammlung das Projekt. Die Pläne dazu lagen im Januar 2017 auf.

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