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Wie viele Schweizer sprechen Italienisch?

Marktinfo – Zur Identität der Schweizer zählt die Mehrsprachigkeit. Während für den überwiegenden Teil der hiesigen Bevölkerung Deutsch die Hauptsprache ist, wird in den unterschiedlichen Regionen auch französisch und italienisch sowie mancherorts noch rätoromanisch gesprochen. Gute Kenntnisse der italienischen Sprache sind vor allem im touristischen Bereich gefragt.

Auch in Kreuzlingen kann es von Vorteil sein, italienisch zu sprechen. (Bild: archiv)

In einem mehrsprachigen Kanton wie Graubünden wird ebenfalls von den Bürgern erwartet, dass diese sich auf Italienisch verständigen können. Wenn die Italienischkenntnisse jedoch nicht den Anforderungen in Schule und Beruf genügen, empfiehlt sich ein qualifizierter Nachhilfeunterricht, um das Vokabular zu erweitern. Italienisch Nachhilfe ist bequem über Skype möglich. Dieser Anbieter verfügt über erfahrene Nachhilfelehrer mit guten Beurteilungen und bietet Italienisch-Unterricht online zu fairen Preisen an. Statistiken zufolge sprechen mehr als 42 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre regelmässig eine oder mehrere Fremdsprachen. Durch die wachsenden internationalen Beziehungen schweizerischer Unternehmen gewinnen gute Fremdsprachenkenntnisse immer mehr an Bedeutung und können über den beruflichen Erfolg entscheiden.

Italienisch-Kenntnisse im Tourismussektor erwünscht
In bestimmten Branchen, wie dem Tourismus, gelten Italienisch-Kenntnisse als Pluspunkt. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner im Kanton Zürich müssen bei ihrer Arbeit neben ihrer gewohnten Muttersprache zusätzlich eine weitere Sprache sprechen. Im Laufe der Jahre haben sich in der Schweiz neben Deutsch weitere Arbeitssprachen etabliert. Vor allem gut ausgebildete Fachkräfte finden sich häufig in der Situation wieder, beruflich eine andere Sprache als zu Hause sprechen zu müssen. Hinsichtlich der unterschiedlichen Arbeitssprachen gilt die Schweiz deshalb als eine Art Zweiklassengesellschaft, in der nur ein Teil der Erwerbstätigen am Arbeitsplatz die gleiche Sprache wie im Privatleben sprechen kann. Wer Schweizerdeutsch als Muttersprache spricht, kann sich zu 96 Prozent auch an der Arbeitsstelle in dieser Sprache verständigen. Im Vergleich dazu hat nur die Hälfte der italienischsprachigen Schweizer die Möglichkeit, am Arbeitsplatz in der «bella lingua» zu kommunizieren. Als besonders gebildet gelten in der Schweiz übrigens Menschen, die zu Hause Englisch sprechen. Ihre meist auf Privatschulen erworbenen Sprachkenntnisse können diese Personen grösstenteils auch bei der Arbeit verwenden. 67 Prozent der Menschen, die zu diesem Personenkreis zählen, verfügen über einen Hochschulabschluss. Die meisten Berufstätigen müssen bei der Arbeit jedoch sprachlich umdenken.

Die meisten Schweizer sind mehrsprachig
Immerhin 73 Prozent aller Schweizer, die in ihrem Privatleben weder Hochdeutsch noch Schweizerdeutsch reden, müssen bei der Arbeit Deutsch sprechen. Viele Erwerbstätige in der Schweiz unterhalten sich demnach tagtäglich in einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache. Statistiken zufolge kommuniziert mehr als die Hälfte aller Personen, die zu Hause französisch sprechen, bei der Arbeit auf Englisch. Im Kanton Zürich ist neben Englisch auch Italienisch als Arbeitssprache verbreitet. Ab 15 Jahren sind bereits mehr als 15,8 Prozent der Schweizer mehrsprachig. Die meisten dieser Bürger denken in zwei oder mehr Sprachen und beherrschen diese auch schriftlich sehr gut. In einer Strukturerhebung, die das Bundesamt für Statistik (BFS) im Jahr 2010 in Auftrag gab, wurde die Mehrsprachigkeit der Schweizer Bevölkerung aus unterschiedlichen Aspekten betrachtet. Demnach ist Deutsch oder besser, Schweizerdeutsch hierzulande die meistgesprochene Sprache, die immerhin von 65,6 Prozent aller Schweizer gesprochen oder verstanden wird. Mit Familienangehörigen und Freunden verständigen sich 61,3 Prozent der Bevölkerung in der Dialektsprache. 23,2 Prozent der Erwachsenen sprechen Französisch, während neun Prozent sich als italienischsprachig bezeichnen. Am Arbeitsplatz ist Schweizerdeutsch die dominierende Sprache, die von insgesamt 66,9 Prozent der Erwerbstätigen gesprochen wird.

Sind offizielle Amtssprachen wirklich gleichberechtigt?
Französisch sprechen immerhin 29 Prozent der Beschäftigten an ihrer Arbeitsstelle. Englisch wird im Beruf von 16,5 Prozent der Mitarbeiter gesprochen und auf Italienisch kommunizieren am Arbeitsplatz 8,8 Prozent der Berufstätigen. Von der Schweizer Sprachvielfalt sind vor allem Ausländer beeindruckt, die sich nicht vorstellen können, dass die Schweiz auf ihrem kleinen Territorium gleich vier offizielle Sprachen vereint. Obwohl alle Sprachen offiziell gleichberechtigt sind, ist das in der Praxis und vor allem am Arbeitsplatz meist nicht der Fall. Fachleuten zufolge müssen hauptsächlich kleinere Sprachgruppen um ihre politische und wirtschaftliche Einflussnahme regelrecht kämpfen. Zwar sind gemäss der Schweizer Gesetzgebung Deutsch, Französisch und Italienisch offizielle Amtssprachen, allerdings gilt das Rätoromanische «nur» als offizielle Kommunikationssprache der romanisch-sprechenden Bevölkerungsgruppe. Im Gegensatz dazu sind Deutsch, Französisch sowie Italienisch im Parlament, der Armee und der Verwaltung als gleichgestellte Sprachen anerkannt. Dabei muss jedes Schulkind laut Schweizer Gesetzgebung neben der Muttersprache mindestens eine zusätzliche Sprache lernen. Allerdings wird von den meisten Schulen der Englischunterricht gefördert, der in seiner Bedeutung oftmals vor einer zweiten nationalen Sprache rangiert. Dennoch werden viele Schweizer an ihrem Wohnort tagtäglich mit zwei lokalen Sprachen konfrontiert. Offiziell zweisprachig sind Städte wie Bern, Freiburg und Biel. Ebenfalls mehrsprachig ist der Kanton Wallis, wo Französisch und Deutsch gesprochen wird

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