/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Überfluss und Überschuss

Kreuzlingen – Der Kunstraum und Tiefparterre gibt dem letztjährigen Förderpreisträger der Stadt Konstanz, Jeremias Heppeler die Gelegenheit, eine neue Arbeit während drei Tagen und in drei Teilen im Tiefparterre zu zeigen. Jeremias Heppeler nimmt diese Gelegenheit wahr um buchstäblich unseren gewohnten Rahmen zu sprengen.

Jeremias Heppeler zeigt seine Arbeit während drei Tagen im Kunstraum und Tiefparterre. (Bild: zvg)

Die Leerstelle ist seit jeher ein immanenter Bestandteil der Kunst- und Literaturgeschichte: Bereits Wolfram von Eschenbach erzählte den Heiligen Gral im «Parzival» als weisses Rauschen, später liess Hermann Melville seinen weissen Wal als offenstehende Erzählwunde durch die Weltmeere der Moderne pflügen und Kasimir Malewich nagelte sie kurzerhand als schwarzes Quadrat an die nächste Wand.

Daran anknüpfend stellt Jeremias Heppeler im Tiefenparterre mit seiner Arbeit «am eigenen leib» zwei zentrale Fragen: Was passiert mit einem Beobachter, wenn seine Wahrnehmung kollabiert? Und wie erzähle ich etwas, was eigentlich nicht erzählbar ist? In drei parallel ablaufenden Kurzfilmen ertastet Heppeler die Geschichte eine Überschusserfahrung, die auf zweiter Ebene den Rezipienten selbst ergreift. Parallel zur zentralen Arbeit gibt es drei konkrete, intermediale Interventionen.

Die Zeiten:
Freitag, 13. April, 19.30 Uhr: Die Hunde mit Boris Petrovsky (Konzert)
Samstag, 14. April, 16 Uhr: «angesichts der im kreis gefangen zeit» (Lesung)
Sonntag, 15. April, 11 Uhr: Ritual ohne Teilhabe (Prozess)

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