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Die spannende Zeit zwischen Konstanzer Konzil und Reformation

Kreuzlingen/Konstanz – «Umbruch am Bodensee - vom Konstanzer Konzil zur Reformation» - so heisst der Abschlussband der Reihe «Der Thurgau im späten Mittelalter». Dieser Doppelband wurde am Donnerstagabend im Rahmen einer Vernissage in der Bibliothek im Kloster Fischingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Band befasst sich mit den politischen und religiösen Entwicklungen des Thurgaus und des Bodenseeraums zwischen dem Konstanzer Konzil und der Reformationszeit.

Urs Hofmann, Verlagsleiter NZZ libro, übergibt Regierungsrätin Monika Knill ein druckfrisches Exemplar des Buchs «Umbruch am Bodensee – vom Konstanzer Konzil zur Reformation». (Bild: zvg)

Dass das Erscheinen des Buches im Kloster Fischingen gefeiert werde, sei naheliegend, sagte Regierungsrätin Monika Knill in ihrer Begrüssung zur Vernissage: «Der Doppelband beschreibt die damalige Klosterlandschaft im Thurgau in einem umfangreichen Kapitel, er widmet sich über weite Teile auch sakralen Orten und Wegen, Frömmigkeit, Religiosität, Jenseitsvorsorge etc.» Sie zeigte sich erfreut, dass Abt Urban vom Kloster Einsiedeln der Einladung zur Vernissage gefolgt sei. Er ergriff nach Monika Knill das Wort und erwähnte die lange Tradition des Klosters Einsiedeln im Kanton Thurgau, die bis ins Jahr 958 zurückgeht. Zum neuen Buch meinte er: «Die druckfrischen Bände antworten auf das, was uns derzeit eben interessiert: Die Frage, wie der Kanton Thurgau zu dem geworden sei, was er heute ist. Die Beschäftigung mit der Geschichte will uns helfen, das Heute zu verstehen.»

Im Buch beleuchten 17 Autorinnen und Autoren aus den Fachbereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Theologie die Entwicklungen im Thurgau an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Und diese Zeit zwischen dem Konstanzer Konzil (1414-1418) war eine turbulente. «Damals kam ein Prozess in Gang, der die Weichen für die Zukunft der Region stellte. Altes wurde zerschlagen, Neues begann sich zu entwickeln. Langsam, aber unaufhaltsam», erläuterte Silvia Volkart, Herausgeberin und Projektleiterin der Buchreihe «Der Thurgau im späten Mittelalter» in ihrer Vernissagerede. Sie sprach davon, wie sich die Herrschaftsverhältnisse in dieser Epoche veränderten, was das für die Menschen im Alltag bedeutete und weshalb das kirchliche Leben im Thurgau eine ganz eigene Entwicklung nahm. Mit ihren bunten Schilderungen des Buchinhalts weckte sie die Neugierde auf den Abschlussband, der nach ihrer Rede von Urs Hofmann, Verlagsleiter NZZ libro, offiziell an Regierungsrätin Monika Knill übergeben wurde.

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