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Dritter Sieg in Serie für die HSC-Frauen

Handball – Die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen sind wieder auf Ligaerhalt-Kurs. Dank des 23:20-Heimsieges über GC Amicitia Zürich schaffen sie den Sprung über den Abstiegsstrich.

Mobiliar-Topscorerin Martina Strmsek erzielte einen Penaltytreffer. (Foto: GACCIOLI KREUZLINGEN)I KREUZLINGEN)

In der Schlussphase der Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League beweist die Mannschaft  von Trainerin Kristina Ertl einen starken Charakter. Mit dem Messer am Hals entschieden die Thurgauerinnen auch das zweite Vierpunkte-Spiel zu ihren Gunsten. Der 23:20-Heimerfolg über das nun punktgleiche GC Amictia Zürich war ein leistungsgerechtes Verdikt. Über die gesamten 60 Minuten besass der HSC einige Vorteile. Wie schon beim Auswärtserfolg eine Woche zuvor stimmte bei den Hafenstädterinnen vor allem die kämpferische Komponente und das Kollektiv. Ein Paradebeispiel hierfür war Selina Weidmann, die in den ersten zwölf Minuten mit ihrem unbändigen Willen gleich fünfmal erfolgreich war. Zürich konnte zwar kein einziges Mal in Führung gehen, erwies sich aber einmal mehr als hartnäckiger Widersacher, der in Annic Dormann und Marina Decurtins (je sechs Tore) zwei starke Offensivkräfte in seinen Reihen wusste. So brachten die Gäste den HSC nach zwischenzeitlich klarem Rückstand (3:7/12. Minute und 9:14 bei Halbzeit) in der Schlussviertelstunde doch noch einmal arg in Bedrängnis. Als Topscorerin Decurtins in der 47. Minute sogar das 18:18 gelang, stand die Partie auf Messers Schneide. Die Zürcherinnen hatten damit die Chance, sich mit einem Sieg in Kreuzlingen den Verbleib in der höchsten Spielklasse definitiv zu sichern.

Mit Kraftakt zum Sieg
Der Zürcher Ausgleichstreffer läutete eine packende Endphase ein, welche die Nerven beider Fanlager arg strapazierte. Mit einer durchaus interessanten politischen Komponente: Auf der einen Seite zitterte der Thurgauer CVP-Nationalrat Christian Lohr für die Kreuzlingerinnen, auf der anderen Seite spornte SVP-Nationalrat Lukas Reimann die Stadtzürcherinnen an, in deren Reihen seine Lebenspartnerin spielt. Dank eines Penaltytreffers der ansonsten wenig eingesetzten Topscorerin Martina Strmsek, einem Flügeltor von Katja Sivka und einem von Jennifer Grathwohl verwerteten Kreisanspiel lag der HSC fünf Minuten vor der Schlusssirene wieder mit 21:18 vorne. Diese Führung hatte er auch seiner jungen Torfrau Andjela Roganovic zu verdanken, die bei Halbzeit eingewechselt wurde und nach einiger Anlaufzeit in der entscheidenden Phase mehrere wichtige Paraden zeigte. Sivka machte schliesslich mit ihrem dritten Treffer innerhalb der letzten neun Minuten den Sack zu. Damit verdrängte der HSC die punktgleichen Stadtzürcherinnen dank des besseren Torverhältnisses vom rettenden vierten Tabellenplatz.

Noch zwei Spiele
Mit dem 23:20-Heimsieg hat sich der HSC auch für die bittere 25:26-Auswärtsniederlage in Zürich revanchiert. Damals erzielte GC Amicitia den Siegestreffer in der allerletzten Sekunde. An den verbleibenden zwei Spieltagen treffen die Kreuzlingerinnen am nächsten Samstag auswärts auf Herzogenbuchsee (holte am Sonntag beim 27:27 in Winterthur wohl den entscheidenden

Punkt zum Ligaerhalt) , bevor dann Leader Yellow Winterthur (ist praktisch gerettet) zum Abschluss am 5. Mai in der Egelseehalle gastiert. Mindestens ein weiterer Sieg ist für das Team von Kristina Ertl dabei ein Muss, um den Platz in der höchsten Spielklasse verteidigen zu können.

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