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Die letzte Welle ist entschärft

Kreuzlingen – Bevor die Badesaison beginnt blickt das Freibad Hörnli zurück in den vergangenen Sommer. Nach einigen Sanierungen und Investitionen wird das Bad pünktlich bis zum Saisonauftakt am 28. April bereit sein.

Jürg Schlatter und Urs Oberhänsli, Vertreter der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli, Dominique Assire, Chefbademeister, Ruedi Wolfender, Leiter Gesellschaft und Liegenschaften und Kioskbetreiberin Nelly Bolliger in der angepassten Breitrutsche. (Bild: ek)

Zurzeit denken noch wenige an einen Sprung ins kühle Wasser, doch die Vorbereitungen für den Sommer laufen im Freibad Hörnli auf Hochtouren. Der Blick ins vergangene Jahr zeigt, dass eine durchschnittliche Menge an Schwimmern das Hörnli besuchten. Da die wichtigsten Wochenenden vor und nach den Sommerferien verregnet waren, zog es weniger Gäste in die Badi. Zum Vergleich: Im Hitzesommer 2015 zählte das Schwimmbad rund 125’000 Besucher. Im 2017 waren es nur rund 97’000.

Verlust in der Jahresrechnung
«Wir haben im letzten Jahr rund 65’000 Franken Verlust gemacht», sagte Jürg Schlatter, Präsident der Genossenschaft Hörnli. Dieser Verlust lässt sich einerseits auf die weniger verkauften Eintritte und andererseits auf die jüngsten Sanierungen zurückführen. Die Duschen unter den Tribünen mussten aufgrund eines Wasserschadens komplett saniert werden. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf circa 30000 Franken. Erfreuliches berichtet Kioskbetreiberin Nelly Bolliger über die vergangene Saison mit dem renovierten Bistro. «Vor allem die vergrösserte Sitzfläche und auch die montierten Sonnensegel schätzen die Kunden sehr», weiss Bolliger. Es müsse auch kaum noch gewartet werden vor der Kasse, da man viel effizienter arbeiten könne.

Unfallrisiko wird minimiert
Die grösste Veränderung im Freibad ist die Anpassung der Breitrutsche. «Jedes Jahr lassen wir die Rutschbahnen prüfen, ob sie den Normen entsprechen. Dieses Jahr wurde festgestellt, dass die letzte Welle ein Risiko birgt», erklärt Schlatter. Vor allem für etwas schwerere Gäste hätte dies problematisch werden können. Der TÜV aus Thüringen zeigte auf, dass ein Gast unter Umständen in eine leichte Flugphase kommen könnte. Für einen derartigen Moment war das Auslaufbecken der Breitrutsche nicht geeignet. «Wir haben die letzte Welle entschärft», sagt Urs Oberhänsli, Vizepräsident der Genossenschaft Hörnli. «Es war uns wichtig, dass der Rutschspass bestehen bleibt und gleichzeitig die Unfallgefahr minimiert wird.» Die Kosten von 135’000 Franken werden von der Stadt Kreuzlingen übernommen.
Chefbademeister Dominique Assire und seine Crew werden auch in diesem Jahr tatkräftig von den SLRG-Schwimmern unterstützt. «Man darf nicht vergessen, dass diese engagierten Rettungsschwimmer Freiwilligenarbeit leisten», so Schlatter.
Das Hörnli wird am Samstag, 28. April, geöffnet. «Bis dann wird man auch den Parkplatz wieder nutzen können», so Ruedi Wolfender, Leiter Gesellschaft und Liegenschaft der Stadt Kreuzlingen. Der Parkplatz wurde auf die Saison 2018 geteert. Die Parkgebührenpflicht wird allerdings erst im 2019 in Kraft treten.

50 Jahre Hörnli
Das Schwimmbad Hörnli feiert seinen 50. Geburtstag. Am Samstag, 23. Juni, organisert das Bad gemeinsam mit dem Schwimmclub Kreuzlingen ein Rahmenprogramm mit den Themen Wasser und Schwimmen. Diese wird von 11 bis 17 Uhr durchgeführt. Während des ganzen Tages ist der Eintritt für die Besucher frei. Im Bistro wird es ein Essensangebot wie vor 50 Jahren geben. Und auch die Preise werden vom Jahr 1968 übernommen. Damit der Wandel des Schwimmbades zu sehen ist, gibt es einen Fotowettbewerb. Gesucht sind Bilder vom Hörnli aus den vergangenen 50 Jahren. Die Bilder werden am Jubiläumstag im Freibad ausgestellt. Mitmachen lohnt sich, es gibt Jahreseintritte fürs Hörnli zu gewinnen. Die Fotos können per Post an die Stadtverwaltung oder via Mail an andrea.lehmann@kreuzlingen.ch gesendet werden.

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