/// Rubrik: Sport | Topaktuell

Das Zittern geht weiter

Handball – Durch das 22:25 beim Tabellenzweiten Herzogenbuchsee haben es die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen verpasst, sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen.

Die HSC Frauen haben immer noch Chancen auf den Sieg (Bild: Mario Gaccioli)

Am letzten Spieltag der Auf-/Abstiegrunde SPL1/SPL2 kommt es damit zum Fernduell zwischen den Kreuzlingerinnen und GC Amicitia Zürich. Die beiden Teams trennt nur das Torverhältnis, welches aktuell um sieben Treffer für den HSC spricht. Allerdings haben die Thurgauerinnen am letzten Spieltag zu Hause mit Leader Yellow Winterthur die weitaus schwierigere Aufgabe zu lösen als GC Amicitia, das beim punktelosen Schlusslicht in Yverdon antreten darf. Da man im Vorfeld davon ausgeht, dass Zürich sich am Neuenburgersee keine Blösse geben wird und gewinnt, muss auch der HSC sein Heimspiel gegen den Leader siegreich gestalten. Den Takt zur Höhe des HSC-Sieges gibt GC Amicitia vor, das allerdings zuerst einmal den Siebentore-Rückstand im Torverhältnis aufholen muss. Eine machbare Aufgabe, denn das Heimspiel gegen Yverdon & Crissier gewannen die Zürcherinnen mit 26:16. Es spricht also einiges dafür, dass der HSC seinerseits gegen Winterthur einen deutlichen Sieg realisieren muss.

Zu viele Fehler
Eigentlich wollten sich die Kreuzlingerinnen am Samstag in Herzogenbuchsee mit dem vierten Sieg in Serie eine gute Ausgangslage schaffen. Vor dem Anpfiff hatten die mitgereisten HSC-Fans ein gutes Gefühl. Die Mannschaft schien parat, die zwingend benötigten beiden Punkte über viel Kampf und Disziplin zu erobern. Bereits in der Startphase erhielt diese Euphorie auf Seiten der Thurgauerinnen allerdings einen Dämpfer. Nachdem einem neben das Tor platzierten Penalty von Katharina Winger und mehreren technischen Fehlern sah sich Trainerin Kristina Ertl schon nach gut sechs (!) Spielminuten und einem 1:5-Rückstand zu ihrem Team-Timeout gezwungen. Danach stabilisierte sich die Mannschaft zwar etwas, aber näher als bis auf zwei Treffer kam sie nie an die keinesfalls fehlerlosen, aber etwas stilsicherer aufspielenden Oberaargauerinnen heran. Irgendwie passten die letzten Sekunden vor der Pause zum unglücklichen Auftritt des HSC: Beim Stand von 15:12 für Herzogenbuchsee erhielt er mit einem letzten Angriff noch die Chance, den Rückstand auf zwei Treffer zu reduzieren. Stattdessen verlor der HSC den Ball aber nach einem unpräzisen Pass wieder und die zurückeilende Kira Klein konnte einen Gegenstoss nur mit einem Foul unterbinden. Dafür kassierte sie von den insgesamt ungenügenden Schiedsrichtern eine sehr harte direkte rote Karte.Die Gastgeberinnen verwerteten den fälligen Penalty zum 16:12-Pausenstand. Mit Klein fehlte Trainerin Ertl für die zweite Halbzeit eine wichtige Abwehrstütze.

Zu wenige in Normalform
Dass die Oberaargauerinnen durchaus zu packen gewesen wären, zeigten die zweiten 30 Minuten. Obschon der HSC auch weiterhin alles andere denn überzeugend aufspielte, entschied er diese mit einem Treffer zu seinen Gunsten. In Bedrängnis geriet Herzogenbuchsee allerdings nur noch einmal ansatzmässig. Als Martina Strmsek mittels Penalty in der 47. Minute auf 20:18 verkürzte, schien eine Wende möglich. Aber zwei Minuten, einen Fehlpass und einen weiteren Fehlwurf von Winger weiter, waren es bereits wieder vier Treffer. Danach brachte der Tabellenzweite den Vorsprung sicher über die Distanz. Auch deshalb, weil (zu) viele Kreuzlinger Leistungsträgerinnen nicht annähernd ihre Normalform erreichten. So gelangen den beiden Ausländerinnen aus dem Spiel heraus bei 22 Versuchen nur gerade sechs Treffer. Strmsek war immerhin eine sichere Penaltyschützin und verwertete alle ihre fünf Versuche. Gute Noten verdienten sich beim HSC nur Kreisläuferin Jennifer Grathwohl und Torfrau Andjela Roganovic. Der 25:22-Sieg für die Einheimischen ging schlussendlich in Ordnung, weil sie stilsicherer auftraten und in den wichtigen Spielphasen kaltblütiger agierten.

Keine Geschenke zu erwarten
Den Kreuzlingerinnen bleiben nur zwei Wochen Zeit, um sich für das alles entscheidende Heimspiel gegen Yellow Winterthur vorzubereiten und vor allem mental wieder aufzurappeln. Von den Eulachstädterinnen sind keine Geschenke zu erwarten. Das Hinspiel gewann Yellow mit 23:17. Die spannende «Finalissima» wird am Samstag, 5. Mai, 18 Uhr, in der Sporthalle Egelsee lanciert.

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.