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Überlebende als Akteurinnen

Konstanz – Am kommenden Freitag, 27. April, 19.30 Uhr, wird Henning Fischer sein jüngst erschienenes Buch vorstellen. Die Lesung findet im Treffpunkt Petershausen Georg-Elser-Platz 1, Konstanz, statt.

Henning Fischer stellt sein Buch «Überlebende als Akteurinnen» vor. (Bild: zvg)

Henning Fischer stellt die Lebensgeschichten von kommunistischen deutschen Überlebenden des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück bei Berlin vor. Unmittelbar nach ihrer Befreiung und dem Ende des Nationalsozialismus gründeten diese Frauen ihre ›Lagergemein schaft‹ als gemeinsamen sozialen und politischen Verband. Ausgehend von der biografischen Prägung der zentralen Protagonistinnen in der kommunistischen Bewegung der Weimarer Republik wie im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeichnet diese Kollektivbiografie in Collageform die Themenfelder, politischen Absichten, Erfolge und Niederlagen der Lagergemeinschaften in DDR und BRD bis in die 1990er Jahre nach. So werden die Überlebenden als Akteurinnen ihres eigenen Lebens und der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts sichtbar. Für die Frauen der Lagergemeinschaften, das macht ihr Handeln in fünf Jahrzehnten nach 1945 klar, stand die politische Gegenwart immer auch im Lichte der Vergangenheit – im Lichte Ravensbrücks.

Die Lesung ist eine Veranstaltung von seemoz e.V., der Initiative «Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz». Der Eintritt ist frei.

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