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Gute Aussichten für den Napoleonturm

Lipperswil – Der Napoleonturm zu Hohenrain bei Wäldi erfreut sich auch ein Jahr nach der Eröffnung grosser Beliebtheit. Wie an der Generalversammlung des Betreibervereins zu erfahren war, werden weitere Verbesserungen wie eine Vorrichtung zur Messung der Besucherzahlen geprüft.

Vereinspräsident Karl Möckli verabschiedete Kathrin Flückiger-Erni. (Bild: sb)

Vereinspräsident Karl Möckli berichtete im Golfclub Lipperswil vom zurückliegenden Jahr. Die Verantwortlichen haben einen Turmwart eingestellt, der einen geordneten Betrieb und die Schliessung am Abend gewährleistet. Zusammen mit der Gemeinde realisierten sie zusätzliche Parkplätze und das didaktische Konzept erweiterte Urs Keller mit QR-Codes auf der obersten Plattform.

Finanziell steht der Verein sehr gut da. Wie Vorstand Peter Dransfeld erläuterte, wurden für den Bau des Turms 8594 Franken weniger ausgegeben als durch Spenden und Zuschüsse im Kässeli waren (fast 896’000 Franken). «Viele Arbeiten wurden von den Handwerkern auch gratis oder fast kostenlos erledigt», so Dransfeld. Der Überschuss fliesst ins Eigenkapital.

Gemäss Kassier Reinhard Suhner weist die Jahresrechnung des Verein dadurch einen Überschuss von insgesamt rund 12’500 Franken auf. Diese werden dem Eigenkapital zugeschrieben, was sich dadurch auf über 31’000 Franken beläuft. Die Verantwortlichen zeigten sich darüber hocherfreut, ist es doch ein schönes Polster, um den Turm auch in Zukunft zu unterhalten. Fürs kommende Jahr hat der Verein 13’950 Franken an Ausgaben budgetiert. Grösster Brocken darunter sind 8500 Franken für Betrieb und Wartung. Der Mitgliederbeitrag wurde bei 100 Franken pro Jahr belassen. 14000 Franken sollten dadurch ins Kässeli fliessen. Für grössere Unterhaltsarbeiten am Turm und einen etwaigen Turmrückbau, sollte das Projekt mal ein Ende finden, werden pro Jahr je 1000 Franken zurückgestellt. Für die aus dem Vorstand zurückgetretene Kathrin Flückiger-Erni wurde der Kreuzlinger Jost Rüegg in den Vorstand gewählt. Rüegg zeigte sein Engagement für den Turm bereits als Präsident der Baukommission.

Historisches Modell und Fernglas
Unter «Verschiedenes» hatte Urs Keller Feedback von Besucherinnen und Besuchern des beliebten Ausflugsziels zusammengestellt. Die Mails an ihn seien grösstenteils positiv, der Turm werde als praktisch, ästhetisch und lehrreich wahrgenommen. Verbesserungsvorschläge konnte Keller dennoch zuhauf präsentieren. So wünschen einige ein Bänkchen plus Papierkorb oder ein WC-Häuschen vor dem Turm. Keller selbst könnte sich ein Fernrohr auf der Aussichtsplattform vorstellen oder einen Sockel, der es auch kleinen Besuchern erlaubt, über die Brüstung zu sehen. Die grossflächige Werbung auf der Aussichtsplattform scheint einigen ein Dorn im Auge zu sein. Ein Augenfang wäre sicherlich der Aufbau eines Modells des historischen Napoleonturms im Massstab 1:10 oder ein Panoramaknife als Souvenir. Ausserdem regten einige an, an vier Tagen im Jahr die Öffnungszeiten zu verlängern: Am 21. Juni (längster Tag des Jahres), am Kreuzlinger Fantastical, am 1. August und an Silvester.

Der Vorstand will die Anregungen prüfen, bezüglich der Öffnungszeiten auch mit den Anwohnern in Kontakt treten, und dann zu gegebener Zeit informieren.

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