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Packende «Finalissima» um letzten NLA-Platz

Handball – Am Samstag, ab 18 Uhr, geht es für die Kreuzlinger Handballerinnen im letzten Saisonspiel um nichts weniger als den Verbleib in der höchsten Spielklasse. Auch mit Heimvorteil eine schwierige Aufgabe gegen den Leader aus Winterthur.

Es wird noch einmal spannend für die Kreuzlingerinnen (Bild: zvg)

Die Kreuzlingerinnen machen es spannend – wie eigentlich immer in den letzten Jahren. Nach der starken Hauptrunde, die man auf dem tollen 5. Rang abschloss und damit klar bestes Team hinter den übermächtigen Top 4 (Finalrunde) war, kam diese Entwicklung ziemlich überraschend. Leider (aus HSC-Sicht) begann in der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB alles wieder bei null. Und nach einem Fehlstart mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Partien sah sich das Team von Trainerin Kristina Ertl unverhofft mit dem Thema Abstieg konfrontiert. Die Mannschaft zeigte in der Folge jedoch viel Charakter: Mit drei Siegen in Serie schaffte sie den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Die 22:25-Auswärtsniederlage beim Tabellenzweiten Herzogenbuchsee am zweitletzten Spieltag bremste den Aufschwung allerdings wieder ein und manövrierte den HSC erneut in jene heikle Lage, in der er sich nun befindet.

Fernduell gegen Zürich
Die Kreuzlingerinnen müssen am letzten Spieltag das Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Winterthur gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass das punktgleiche GC Amicitia Zürich in seinem Gastspiel beim Tabellenletzten SG Yverdon & Crissier nicht zu einem Kantersieg kommt. Dass die Zürcherinnen am Neuenburgersee gewinnen, scheint im Vorfeld ausser Frage. Vor dem Anpfiff besitzen die Thurgauerinnen den Vorteil eines um sieben Treffer besseren Torverhältnisses. Der HSC hofft deshalb auch darauf, dass sich die Romands vor eigenem Publikum mit einer ansprechenden Leistung in die Saisonpause verabschieden werden und den Abstiegskampf nicht mit einer inferioren Leistung mitentscheiden.

Männer haben es vorgemacht
Zahlreiche Kreuzlinger Spielerinnen verfolgten am letzten Samstag die «Finalissima» der 1.-Liga-Männer vor stimmungsvoller Kulisse im Egelsee mit. Auch diese standen im Heimspiel gegen Leader Wädenswil unter enormem Druck und setzten dann zu einer beeindruckenden Gala an, die mit einem 29:19-Sieg belohnt wurde. Selbst wenn am Ende ein einziger Treffer für das NLB-Playoff-Ticket fehlte, durften die Kreuzlinger stolz sein auf ihre Leistung. Sie haben es den Frauen vorgemacht, was mit unbändigem Willen und Einsatzbereitschaft alles möglich ist. Einen solchen finalen Exploit erhofft man sich im HSC-Lager am Samstag nun auch von der Mannschaft um Teamleaderin Katharina Winger: Vom Anpfiff weg hoch konzentriert und bis in die Zehenspitzen motiviert! Von den Winterthurerinnen darf der HSC keine gutnachbarschaftlichen Geschenke erwarten, dazu ist die Rivalität einfach zu gross. Deshalb werden sich die Kreuzlingerinnen auf einen motivierten Gegner einstellen müssen, bei dem zahlreiche Spielerinnen ihr letztes Spiel im Yellow-Dress bestreiten.

Hoffen auf eine tolle Stimmung
Damit die Kreuzlingerinnen so gegen 19.30 Uhr zusammen mit dem Publikum den Verbleib in der höchsten Schweizer Spielklasse feiern können, braucht es neben einer Topleistung auch eine stimmungsvolle Kulisse. Deshalb erhoffen sich die HSC-Frauen einen Grossaufmarsch der Handballfans, die sie auf ihrer Mission «Ligaerhalt» lautstark unterstützen.

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