/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Problematisches Fahrverhalten

Leserbrief – Immer mehr stellen wir uns die Frage, ob nicht Frauen die wirklichen Raser sind? (Bianca und Franz Bosch, Kreuzlingen)

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Natürlich sind es des Nachts auf unseren Strassen die jungen, «halberwachsenen» Männer, die mit ihren aufgemotzten und überdurchschnittlich lauten Autos durch Kreuzlingen rasen; weiss der Henker, was sie sich daraus für eine Befriedigung ziehen – aber egal! Aber haben sie mal tagsüber darauf geachtet, wer denn so in den verkehrsberuhigten Strassen mit Tempolimit 30 rum «rast»?

Morgens in der Schulstrasse – man sollte sich mal auf den Gehweg setzen und genau  beobachten: zuerst kommt die arbeitende Bevölkerung, die auf dem Weg ins Bankenviertel ist – durch die Schulstrasse kommen sie gebraust um auf den grossen Parkplatz der TKB und UBS zu gelangen. Wichtige, geschäftstüchtige Männer und Frauen, die in Eile sind und keine Zeit haben. Etwas später dann – Mütter vielleicht? Sogenannte «Helikoptermütter», die spät dran sind um ihre Sprösslinge in die Schule zu fahren! Ungeachtet der Tatsache, dass andere Kinder auf dem Schulweg sind und die Strasse queren könnten!

Es sind aber inzwischen auch ganz oft Mitarbeiter der Handwerkergilde, die hier durch die Schulstrasse preschen mit ihren LKW´s – gross, breit, unübersichtlich, gefährlich! Die Schulstrasse ist für viele ein kleiner «Schleichweg» um dem Boulevard auszuweichen.
Dass der Boulevard diesbezüglich auch nicht ganz ungefährlich ist, ist ein weiteres, kleines Detail in dieser Darstellung unserer Sichtweise. Auf dem Boulevard gilt Tempolimit 20. Dafür hat nicht jeder Nerven wie man täglich merkt.

Wie oft haben wir uns schon gewundert, wie rücksichtslos gefahren wird. Rechts vor links, wenn man von der Schulstrasse in die Pestalozzistrasse einfahren will? Fehlanzeige – da muss man recht aufpassen. Die Meisten brausen die Pestalozzistrasse hoch und beachten die Seitenstrassen Säntisstrasse / Schulstrasse / Parkstrasse überhaupt nicht.  Mir ist heute beim rückwärts ausparken vom Park Blumenhaus die Höhe passiert: Ich schaue nach hinten – rechts vom Bärenplatz Kreisverkehr kommend ist die Strasse frei, links von der Ulrichskirche kommend, weit hinten an der Fussgängerampel, kommt ein schwarzes Auto: «Das reicht locker», denke ich und stosse rückwärts raus um in Richtung Kreisverkehr zu fahren. Das schwarze Auto kommt näher, aber ich brauche nur noch eine bis zwei Sekunden um den Vorwärtsgang einzulegen (und – es ist ja nicht so, dass mein Auto miniklein oder gar unsichtbar ist) und was passiert? Die Dame im schwarzen Auto will mich doch glatt noch rechts überholen! Das war knapp. Hat denn heutzutage keiner mehr das Wort «Rücksicht» im Sinn? Machen denn eine bis zwei Minuten im Leben etwas aus? Das sollte sich jeder vielleicht mal in einer ruhigen Minute – wenn man diese denn überhaupt noch hat in diesem hektischen Leben- überlegen. Oft entscheiden nur Sekunden über Glück oder Unglück – auch im Strassenverkehr!

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