/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Gedanken zum Boulevard

Leserbrief – Das Thema ist nicht gerade neu. Ich erinnere mich, dazu im Volksfreund geschrieben zu haben; das war noch im vorigen Jahrtausend. Da ist es nicht ums Fahren, sondern ums Halten gegangen, ob man den Bewohnern der Riesenstadt Kreuzlingen zumuten dürfe ihr Auto am Rand der Stadt abzustellen und dann kilometerweit zu den Geschäften zu marschieren. (Heinz Grob, Kreuzlingen)

(Bild: pixelio)

Manche Inhaber jammerten, man müsse doch unbedingt bis vor die Ladenkasse fahren können. Das Thema ist da schon nicht neu gewesen. Ich habe auf die Erfahrungen an anderen, vorwiegend deutschen Orten hingewiesen, wo es genau so geklungen hat. Aber das sind natürlich alles ganz kleine Siedlungen gewesen.

Eine, in der besonders laut gestritten worden ist, heisst Stuttgart. Dort wohnen, wie wir alle wissen, die Leute gerade vor den Läden und haben nur deshalb keine Ursache mit dem Wagen hineinzufahren. Ob wohl das der Grund ist, dass die Geschäfte weiter wunderbar geblüht haben? Wie gesagt, in Kreuzlingen muss man fahren können, nur, wohin? Zu den vielen fehlenden Parkplätzen? Oder durch die Hafenstrasse? Nein, sondern zur Freie-, Wiesen- oder Zollstrasse, wo man den Wagen abstellen wird. Oder zur Brückenstrasse, durch die man in Richtung Lago fährt. Ist man einmal in Konstanz, kann man auch noch ein paar Schritte machen, weil nämlich dort der Boden weicher und die Luft sauberer ist als bei uns. Also, wir brauchen unbedingt einen direkten Weg. – Und es gibt noch etwas, das ich übersehen habe und auch gar nicht verstehen kann: Wieso drängen sich die Passagiere so im Roten Arnold? Hat er vielleicht zu wenige Haltestellen am Boulevard? Eins ist sicher: unser Stadtrat steht vor einer kaum lösbaren Aufgabe und er tut mir Leid.

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One thought on “Gedanken zum Boulevard

  1. Bruno Neidhart

    Der Stadtrat muss einem nicht „Leid tun“, Herr Grob, solange dieser kein einigermassen schlüssiges Konzept vorlegt, wie es in den kommenden Jahren an der Hauptstrasse – trotz derzeitiger Hemmnisse – ansprechend weitergehen könnte: kommerziell – kulturell – verkehrlich – architektonisch (urbane Weiterentwicklung!). Da er – der Stadtrat – das Zentrum verlässt, gibt er einen wichtigen, wenn nicht den wichtgsten attraktiv zu gestaltenden Anlaufspunkt preis, der zu einem neuen Selbstverständnis „Haupt-Strasse“ viel beizutragen (gehabt) hätte. Die angestrebte „stadträtliche Auslagerung““ auf einen historischen, bis heute freigehaltenen Stadtraum macht dem Rat das Sprechen über das „Zentrum Hauptstrasse“ daher wenig komfortabel. Nur ungenau erschliesst sich mir übrigens, Herr Grob, was Sie mit Ihrem Beitrag ausdrücken möchten: Geht es Ihnen im Kern um Kreuzlingen? – um Konstanz?

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