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Lehrberuf beliebt wie eh und je

Der Lehrerberuf ist immer noch beliebt. (Bild: archiv)

Wären in den vergangenen Jahren nicht neue Zugangs- und Studiermöglichkeiten geschaffen worden, wären, wie in anderen Regionen der Schweiz, auch die Thurgauer Schulgemeinden mit einem akuten Mangel an qualifizierten Lehrpersonen konfrontiert. Dank der Schaffung des Studiengangs Sekundarstufe I vor etwas mehr als zehn Jahren können im Kanton Thurgau viele offene Stellen mit eigenem Nachwuchs besetzt werden. In diesem Studiengang arbeitet die PHTG eng mit der Universität Konstanz zusammen, was die Studierenden als attraktiv empfinden. Die 50 Neuanmeldungen für den Studiengang Sekundarstufe I verdeutlichen, dass der Kanton Thurgau damals eine zu- kunftsweisende Entscheidung getroffen hat. Eher schwierig ist es dagegen, genügend Studierende für den Studiengang,

Als sich in den vergangenen Jahren ein massiver Anmelderückgang abzuzeichnen begann, handelten die Verantwortlichen an der PHTG, indem sie im Eilverfahren einen schweizweit einzigartigen Teilzeitstudiengang konzipierten. Wer sich für das Teilzeitstudium entscheidet, studiert nur an drei Präsenztagen pro Woche von Montag bis Mittwoch während vier Jahren. Mit diesem Teilzeitangebot richtet sich die PHTG an Interessentinnen und Interessenten mit einem Erstberuf, die sich neu orientieren möchten oder an Personen, die aus finanziellen Gründen während ihres Studiums einer Berufstätigkeit nachgehen müssen. Dieser Teilzeitstudiengang startet erstmals im Herbst 2018. Für das Studium zur Kindergartenlehr- person haben sich insgesamt knapp 30 Personen angemeldet.

Mit fast 120 Anmeldungen können die Studierendenzahlen im Studiengang Primarstufe als solide bezeichnet werden. Im Kanton Thurgau werden, dank des Thurgauer Wegs und weiterer Zugangsmöglichkeiten, genügend Lehrpersonen für die Primarschule ausgebildet. Wer die Pädagogische Maturitätsschule absolviert, kann direkt ins zweite Studienjahr einsteigen und erlangt das Lehrdiplom nach vier Semestern. Jahr für Jahr gelangen auch etwa 30 Berufsleute an die PHTG. Diese verfügen vorzugsweise über eine Berufsmaturität, absolvieren das Vorbereitungsjahr und müssen eine Aufnahmeprüfung bestehen. Als Herausforderung erweist sich seit nunmehr zwei Jahren die politische Vorgabe, wonach Absolventinnen und Absolventen der PHTG die Lehrbefähigung in allen auf der Primarstufe unterrichteten Fächern (ausser einer von zwei Fremdsprachen) erlangen müssen. Diese hohe Anforderung führt teilweise zu Studienverlängerungen oder zu Wechseln an andere Pädagogische Hochschulen, bewirkt jedoch, dass die Abgängerinnen und Abgänger der PHTG über ein für Anstellungsbehörden attraktives Berufsprofil verfügen.
Seit Jahren bildet die PHTG auch Lehrpersonen für die Gymnasialstufe aus. Wer sein Fachstudium an einer Universität auf Masterstufe absolviert hat, kann dieses Studium in Voll- oder Teilzeit absolvie- ren. Wiederum haben sich gut 50 Personen für den Studiengang Sekundarstufe II angemeldet. Das Anmeldeverfahren für den fünften Studiengang der PHTG, den Master Frühe Kindheit, den die PHTG ebenfalls in Kooperation mit der Universität Konstanz durchführt, läuft noch bis zum 15. Juni. Derzeit hat es noch freie Plätze.

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