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Zehn Jahre Einheitsbürgergemeinde

Salenstein – Eine turbulente Holzersaison 2017/2018 prägte das vergangene Rechnungsjahr der Bürgergemeinde Salenstein. Die Güterzusammenlegung der drei fusionierten Orte Salenstein, Fruthwilen und Mannenbach ist fast abgeschlossen.

Der Salensteiner Wald wird von der Bürgergemeinde bewirtschaftet. (Bild: Erich Westendarp / pixelio.de)

30 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Bürgerverwaltung ins Restaurant Löwen in Mannenbach. Nach einem «herzhaften Nachtessen» begrüsste Präsident Roland Ilg die anwesenden Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmer, sowie den Gast Förster Peter Plüer. Roland Ilg berichtete über die verschiedenen erledigten  Verwaltungstätigkeiten, sowie die Güterzusammenlegung, die im vergangenen Herbst abgeschlossen wurde. Er nannte dieses Projekt ein Jahrhundertwerk, das Zeit, Geld und Nerven kostete. Die Kosten beliefen sich schlussendlich für die Bürgergemeinde auf rund 134‘000 Franken. Zu den nicht erledigten Projekten gehört die Landvermessung, die erst nach Abschluss der Güterzusammenlegung gestartet werden konnte. Auch der Gestaltungsplan Hampfacker ist weiterhin Pendent. Hier erwähnte der Präsident nochmals klar, dass von seitens der Bürgerverwaltung weder Pläne für eine Erschliessung noch Baupläne bestehen.

Am ersten Januar 2008 startete die aus den drei Bürgergemeinden Salenstein, Fruthwilen und Mannenbach zusammengeschlossene Bürgergemeinde Salenstein. In diesen nun zehn Jahren wurden einige kniffelige Anliegen verwirklicht. Dazu gehört die oben erwähnte Güterzusammenlegung und der Wiederaufbau der abgebrannten Mannenbacher Waldhütte, sowie verschiedene Waldkäufe. Unvergesslich bleiben die verschiedenen tollen Bürgerreisen. Sämtliche Jahresrechnungen konnten mit einem Plus abgeschlossen werden, was für das behalten des Kassiers spricht, so Roland Ilg. Ein Tiefpunkt in diesen letzten zehn Jahren war die Ablehnung der Holzschnitzelheizung beim Bau der Mehrzweckhalle durch die Stimmberechtigten der Einheitsgemeinde Salenstein. Unerfreulich ist auch der Rückgang der in der Gemeinde wohnhaften Bürger, deren Anzahl von 140 auf 114 gesunken ist.

Kassier Martin Friedrich nahm zu einigen Punkten in der Jahresrechnung 2017 Stellung. Der Reingewinn 2017 betrug 56‘333 Franken. Dieser hohe Gewinn war mit auch die Folge des Sturmes vom zweiten August. Dieses Holz wurde vom Forstteam rasch aufbereitet und verkauft. Somit wurde ein grosser Teil des Holzschlages bereits in der Rechnung 2017 ausgewiesen, der gemäss Aussage des Kassiers dann aber im kommenden Jahr fehlen wird. Die Jahresrechnung 2017 wurde einstimmig genehmigt und dem Kassier Martin Friedrich sowie der Rechnungsführerin Rahel Ilg mit Applaus verdankt. Waldverwalter Karl Ilg schätzte den Holzschlag 2017 auf zirka 1‘600 bis 1‘800 Kubikmeter. Genaue Zahlen über das Sturmholz sind noch nicht verfügbar. Durch die nassen Bedingungen anfangs Jahr musste das Rüsten der «Winterhaue» (Bürgernutzen) etwas zurückgestellt werden. Die Verlosung wird demnächst stattfinden. Borkenkäfer und Eschenwelke sind gemäss Karl Ilg nach wie vor aktuelle Themen, wurden aber mit den Sturmschäden etwas in den Hintergrund gedrängt. In den Jahren 2012 und 2013 wurde im «Bannholz» ein Kahlschlag für ein Föhren-Reservat getätigt. Diese gepflanzten Föhren haben nun bereits eine Höhe von 80 bis 190 Zentimeter. Im gleichen Gebiet wurden 2014 Traubeneichen gepflanzt, die bereits bis zu drei Meter hoch sind. Bei beiden Bepflanzungen findet auch eine natürliche Verjüngung mit Ahorn, Buchen, Kirschbaum und weitere Baumarten statt.

Zum Schluss der Versammlung orientierte Präsident Roland Ilg, dass die Feuerstellen in der Mannenbacher Waldhütte und im «Götschenholz» erneuert werden. Die Bürgergemeinde Salenstein ist weiterhin an Waldkäufen interessiert. Aus diesem Grunde ist man auch mit den Verkäufern des «Eugensbergs» in Kontakt.

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