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Geheimnisvolles Minarett in Konstanz

Frauenfeld – Der Feldbacher Altar ist eines der hochkarätigen Kunstwerke in der Schlossausstellung des Historischen Museums Thurgau und weltweit einzigartig. Es gibt einige Geheiminsse die am am Donnerstag, 31. Mai, 12.30 Uhr vielleicht aufgelöst werden.

Die Details auf dem Feldbacher Altar lassen aufschlussreiche Rückschlüsse zu. (Bild: zvg)

Mit genauen Nachforschungen und modernster Fototechnik hat der Kunsthistoriker Dominik Gügel den «Feldbach-Code» geknackt. Die neuen Erkenntnisse zum Feldbacher Altar aus dem 15. Jahrhundert bringen Spektakuläres aus dem Mittelalter ans Tageslicht. Am Museumshäppli vom Donnerstag, 31. Mai um 12.30 Uhr präsentiert Gügel seine erstaunlichen Forschungsergebnisse und entschlüsselt damit das Meisterwerk aus dem ehemaligen Kloster Feldbach bei Steckborn.

Islam am Bodensee?
Ein Minarett, ein Muezzin und ein goldener Halbmond: Die Entdeckung dieser Motive auf einem christlichen Altar aus der Bodenseeregion des 15. Jahrhunderts ist sensationell und gleichzeitig irritierend, galten doch damals Araber und Türken als Hauptfeinde des Abendlandes. Offenbar siedelte der Maler aber die Stadt Konstanz trotzdem am Bosporus an – auch die Schiffe auf dem vermeintlichen Bodensee segeln unter osmanischer Flagge. Handelt es sich also überhaupt um Konstanz oder erzählt der Maler im Feldbacher Altar eine ganz andere Geschichte, eine historische Episode, welche die Menschen jener Zeit in ganz Europa beschäftigte?

Des Rätsels Lösung im Schloss
Hochaufgelöste Fotografien waren ein wichtiger Schlüssel zur Lösung des geheimnisvollen «Feldbach-Codes». Zusätzlich zum Kurzreferat von Dominik Gügel können Besucherinnen und Besucher in der Schlossausstellung den Altar live und mit Hilfe einer Detailanimation selbst entdecken. Die Entschlüsselung des Altars basiert unter anderem auf einer Studie aus dem Abschlussband der Reihe «Der Thurgau im späten Mittelalter», die im Museumshop von Schloss Frauenfeld erhältlich ist. Das Museumshäppli findet im Schloss Frauenfeld statt. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung nötig.

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