/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Matinée und Finissage zur gleichen Zeit

Kreuzlingen – Am Sonntag, 10. Juni, 11 Uhr, findet im Museum Rosenegg eine musikalische und künstlerische Veranstalltung statt.

Bojana Antovic, Klavier, und Julien Maillard, Akkordeon, sind das Duo Accordiano. (Bild: zvg)

Bojana Antovic, Klavier, und Julien Maillard, Akkordeon, haben sich 2013 zum Duo Accordiano zusammengeschlossen. Die beiden Musiker aus Bern spielen in ihrem Programm «Hommage à la fraîcheur» Werke von Erik Satie und der «Groupe des Six», die sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris gebildet hatte. Sie bestand aus fünf Komponisten (Georges Auric, Darius Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Francis Poulenc) und einer Komponistin (Germaine Tailleferre). Die Mitglieder verband die gemeinsame Ablehnung der romantischen Musik, die Abwendung vom musikalischen Impressionismus Claude Debussys und die Hinwendung zu zeitgenössischen Formen der Unterhaltungsmusik.  Das Duo Accordiano hat sich dank seiner konstanten Suche nach neuem Repertoire für seine Besetzung einen Namen geschaffen. Ihre künstlerische Vision wird durch den Wunsch gesteuert, das Akkordeon als adliges Instrument erleben zu können, das wagt, sich neben dem Klavier zu erheben, um zusammen eine neue klangliche Komplementarität und Atmosphäre hervorzubringen.
Eintritt frei – Kollekte, anschliessend kleiner Apéro
Reservationen empfohlen unter: Telefon 071 672 8151, info@museumrosenegg.ch

Finissage: «Freiheit, die ich meine»
Sabine Kvapil oder Yvonne Istas führen letztmalig durch die spannungsreiche Ausstellung.
Ein Lebensthema, das immer wieder in Kvapils Gemälden, Zeichnungen und Karikaturen Ausdruck findet, ist die Frage, wie innere Freiheit in äusserer Unfreiheit bewahrt und gelebt werden kann – ein Thema voller Aktualität. Auf satirische, poetische und malerische Weise befasst sich Kvapil mit allen Spielarten des Allzumenschlichen und regt die Betrachter zum Schmunzeln und Nachdenken an. Das Werk des im Juni 2017 verstorbenen Künstlers nährt sich aus Erfahrungen von Repression und dem Leben in totalitären Regimen. Die Ereignisse des Prager Frühlings vor 50 Jahren zwangen den Maler Boleslav Kvapil, aus der Tschechoslowakei zu fliehen. Damit wurde er im Westen, wie viele andere Dissidenten und Künstler, zum Sprachrohr für die im Totalitarismus Verbliebenen. Die Ausstellung endet mit einer Führung und einem kleinen Apéro.

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