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Die Digitalisierung hält Einzug im Rathaus

Kreuzlingen – 81'000 Seiten Papier: soviele Dokumente verschickte die Kreuzlinger Stadtkanzlei vergangenes Jahr an Parlamanetsunterlagen. Diese Papierflut soll nun ein Ende haben, auf Wunsch erhalten Gemeinderäte ab sofort ihre Unterlagen digital.

Zusätzliche Steckdosen und ein stärkeres W-Lan sollen das papierlose Arbeiten im Rathaussaal ermöglichen (Bild: archiv)

«Die Digitalisierung hält Einzug im Kreuzlinger Gemeinderat», umschreibt Stadtpräsident Thomas Niederberger die bevorstehende Änderung im Kreuzlinger Rathaus. Wer möchte, findet als Gemeinderat alle Botschaften, Anträge, Traktanden und Protokolle fein säuberlich archiviert auf einer Online-Plattform wieder. Die Kreuzlinger Exekutive arbeitet schon länger mit solch einem System, rund die Hälfte der Parlamentarierinnen und Parlamentarier schliesst sich dem Stadtrat nun an. Die übrigen Gemeinderäte wollen das System erst einmal testen – nur vier Volksvertreter setzen ausschliesslich auf den Papierweg.

Tagelang blockierter Kopierer
«Nicht nur sparen wir so Druckkosten und Porto, die Gemeinderatssitzungen brachten jeweils einen nicht ungemeinen personellen Aufwand mit sich», so Niederberger. Je nach Anzahl und Umfang der Geschäfte im Gemeinderat, sei eine Mitarbeiterin tagelang mit dem Ausdruck und Versand der Unterlagen beschäftigt gewesen.

«Nun können wir alles per Knopfdruck auf die Plattform laden», erläutert der Stadtpräsident die Effiziensteigerung. Vom Computer, Tablet oder sogar Smartphone aus können in Zukunft die bevorstehenden Entscheidungen eingesehen und sogar kommentiert werden.
Dafür benutzt jeder Gemeinderat sein persönliches, mobiles Gerät. «Mit dieser Lösung kann jeder wie gewohnt weiterarbeiten und wir müssen keine Hardware anschaffen», so Niederberger. Für die Nutzung der privaten Laptops und Tablets soll jeder 100 Franken als Entschädigung erhalten. Über die Höhe dieser Spesenentschädigung muss der Gemeinderat noch entscheiden. Die Implementierung des neuen EDV-Systems hat die Stadtverwaltung rund 15’000 Franken gekostet. «Ein vernachlässigbarer Preis, in Anbetracht der zu erwartenden Einsparungen», ist Niederberger von der Umstellung überzeugt. Bereits in der nächsten Sitzung vom Donnerstag, 14. Juni, wird sich zeigen, ob die neue Informatiklösung im Rathaus funktioniert.

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