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Erste Tabellenplätze werden vergeben

Wasserball – Am Wochenende standen für den SC Kreuzlingen zwei weitere der wenigen verbleibenden Spiele der Wasserball Nationalliga A an, bevor es Anfang Juli in die heisse Playoff-Phase geht. Rechnerisch ging es beim Auswärtsspiel in Lugano vom Freitag um nichts mehr, einzig Stolz und Selbstvertrauen standen für beide Mannschaften auf dem Spiel. Den Tag darauf gastierte man als haushoher Favorit im St. Jakobspark in Basel.

(Bild: Foto Gaccioli)

Mit einem aufgrund von Verletzungen dezimierten Kader reisten die Thurgauer am Freitag ins Tessin. Zu Beginn der Partie waren die Kontrahenten bemüht, sich die mangelnde Bedeutung des Spiels nicht anmerken zu lassen, was ihnen allerdings nur teilweise gelang. Dem Match fehlte es an Würze, an spektakulären Einzelaktionen, harten Zweikämpfen und gefährlichen Chancen. Das Publikum quittierte den fehlenden Zauber mit Ruhe, es kam keine gute Stimmung im Lido di Lugano auf. Bis zur Pause konnten die Ostschweizer in ihrem Angriffsspiel nicht ausreichend Druck aufbauen, und kassierte gleichzeitig unnötig einfache Gegentreffer, was zu einem 4:1 Vorsprung für die Luganesi folgte. In der zweiten Spielhälfte, vor Allem gegen Ende des Matches, schaltete der SCK aber einen Gang hoch, und konnte sich 90 Sekunden vor Abpfiff bis auf ein Tor herankämpfen. Die Hypothek aus den ersten drei Vierteln war allerdings zu gross, Lugano konnte den 7:6 Vorteil ins trockene bringen. Es scheint schon fast, als hätten die Wasserballgötter dieses Duell auf unbestimmte Zeit mit einem Fluch belegt, der besagt, dass jede Austragung mit einer Differenz von nur einem Tor zu Gunsten der Luganesi ausfällt.

Pflichtpunkte aus der unteren Tabellenhälfte
Eine weniger grosse Herausforderung stellten am Samstag die Sechstplatzierten aus Basel dar. Im Auswärtsspiel gelang es den Kreuzlingern zu Beginn nur ungenügend, ihre Überlegenheit in einen grösseren Vorsprung zu verwandeln und die Partie bereits frühzeitig zu entscheiden. Vor Allem die mangelhafte Chancenauswertung sowie eine träge defensive der Thurgauer war dafür verantwortlich, dass es zur Halbzeitpause nur gerade 5:4 für den SCK lautete. Ernsthafte Worte von Coach Redder scheinen dann einen Schalter in den Köpfen der Spieler umgelegt zu haben: Plötzlich kamen die entscheidenden Pässe an, ging man aus der Verteidigung rasch in den Konter und fand die gefährlichen Abschlüsse. Infolgedessen verzweifelte der Gastgeber und leistete nur noch wenig Widerstand, was unterm Strich zum 7:17 Sieg für den SC Kreuzlingen führte.

Für den Saisonverlauf des SC Kreuzlingen bedeuten diese Resultate einerseits, dass ein Abschliessen auf dem 1. Tabellenrang unmöglich wurde, da Lugano NPS von diesem nicht mehr zu verdrängen ist. Andererseits ist dafür der 2. Platz, und damit ebenfalls die direkte Halbfinalqualifikation, so gut wie gesichert. Will heissen: der SCK kann ohne Schützenhilfe den 2. Platz verteidigen. Leisten sich die Ostschweizer nämlich keinen groben Ausrutscher in den verbleibenden Spielen, in denen allesamt Gegner aus der unteren Tabellenhälfte warten, kann der SC Horgen den 2. Platz selbst bei voller Punkteausbeute in den letzten sechs Spielen nicht mehr erreichen.

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