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Vorentscheid für Stadhaus ist auf dem Vormarsch

Kreuzlingen – Ab Freitag, 15. Juni, liegt der Vorentscheid für das Stadthaus, Tiefgarage und Neugestaltung Festwiese öffentlich auf. Um Dimension und Lage des Gebäudes auch visuell darzustellen, werden Visiere ausgesteckt. Nach Genehmigung des Vorentscheids folgt die Auflage des eigentlichen Baugesuches.

Der Bauplatz des neuen Stadthauses aus der Vogelperspektive. (Bild: zvg)

Mit seiner geringen Gebäudehöhe schenkt das geplante Stadthaus dem Umgebungsschutz für die Klosterkirche St. Ulrich und dem umliegenden Areal als schützenswertes Ortsbild von nationaler Bedeutung den notwendigen Respekt. Um trotzdem die erforderlichen Nutzflächen unterzubringen, überschreitet es mit einer Gebäudelänge von 111.30 Meter die im Kreuzlinger Baureglement für die Zone Öffentliche Bauten und Anlagen (ÖBA) maximal zulässige Gebäudelänge von 50 Metern. Aus diesem Grund ist ein zweistufiges Genehmigungsverfahren vorgesehen.

Mit der am 15. Juni publizierten öffentlichen Planauflage soll ein Vorentscheid für  Abweichungen vom Baureglement gefällt werden. Wird diese rechtliche Grundlage geschaffen, kann anschliessend mittels einem detaillierten ausgearbeiteten Gesuch die eigentliche Baubewilligung eingeholt werden. Die Vorentscheid-Unterlagen können während der Auflagefrist vom Dienstag, 19. Juni bis Montag, 9. Juli in der Bauverwaltung an der Hauptstrasse 88 eingesehen werden.

Gerade weil das neue Stadthaus die Sichtbeziehung vom Dreispitzpark zur Klosterkirche St. Ulrich durch eine Freihaltung des südlichen Teils der Festwiese gewährleistet, überzeugte es neben der Wettbewerbsjury auch das Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, das bereits bei der Projektentwicklung beigezogen wurde. Parallel zur öffentlichen Auflage des Vorentscheids, werden Visiere das Gebäudevolumen markieren. Wenn keine Verzögerungen eintreten, erfolgt der Baustart nach erfolgreicher Einholung der definitiven Baubewilligung im Frühjahr 2020.

Parkierungsmöglichkeiten während der Bauzeit
Um den Anwohnern, Gewerbe- und Dienstleistungs-Betrieben während der Bauphase ausreichend Parkplätze (Blaue Zone) zur Verfügung zu stellen, werden auf der Festwiese am Schulweg 47 Parkfelder, im Bereich Parkhof 10, und an der Pestalozzistrasse deren 18 ausgeschieden. Je nach Bauphase können auch noch weitere Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Der obere Teil der Pestalozzistrasse wird vom Bärenkreisel bis Höhe Dreispitz Sport- und Kulturzentrum gesperrt und als Baustelleninstallation genutzt. Weitere Parkierungsmöglichkeiten bietet das geplante Parkhaus Hafenbahnhof, wo sich auch die Parkplätze für den Campus Bildung Kreuzlingen mit seinen kantonalen Schulen befinden werden.

Weiteres Vorgehen
Parallel zum aktuellen öffentlichen Baubewilligungsverfahren ist die Ausschreibung der Fachplaner und Spezialisten in Gang. Zeitgleich werden die Nutzeranforderungen in internen Arbeitsgruppen bereinigt, um anschliessend die Werk- und Detailplanung in Angriff nehmen zu können. Bis zum geplanten Baubeginn im Frühling 2020, wird die Öffentlichkeit kontinuierlich informiert.

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Ein Gedanke zu „Vorentscheid für Stadhaus ist auf dem Vormarsch

  1. Bruno Neidhart

    Ein grausames Projekt! Und es wird immer massiger! Was hat das „Amt für Denkmalpflege in Frauenfeld“ nur geritten? Was wird hier in Kreuzlingen eigentlich „gepflegt“? Es wird doch die Hälfte der noch zur Verfügung stehenden, unbebauten Grünflache inmitten der Stadt voll zubetoniert. Und ausgerechnet vor die Klosterkirche bauen zu lassen, ist bereits in sich ein „Denkmal-Widerspruch“!

    Nein, dieses Projekt passt nicht in die Zeit, weder zur offenen Bewahrung des noch vorhandenen historischen Baubezugs zur sich aus der Klostergeschichte entwickelten Siedlung, noch zu den heutigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen, denen sich die wachsende Stadt zu stellen hat.

    Und dann ist da noch besonders die „Geschichte des selbenden Zentrums Hauptstrasse“. Dort, am alten Standort, ist ein architektonisch mutiger, moderner, überzeugender Stadthausbau ein sinnvolles Zeichen für eine lebendige „Stadtmitte der Zukunft“. Hier befindet sich der Startpunkt für eine breite Renaissance des Kreuzlinger Zentrum: Animierend für alle möglichen neuen Aktivitäten kultureller, gewerblicher und touristischer Art. Stadt neu begreifen! Dies muss hier geschehen – nicht auswärts!

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