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Kreuzlinger Gefängnis soll bleiben

Kreuzlingen – Auf die Gefängnisstruktur im Thurgau kommt ein Wandel zu. Für den Standort Kreuzlingen sind neue Sicherheitsmassnahmen geplant.

Alle Zellen im regionalen Untersuchungsgefängnis haben das gleiche Inventar. Bett, Sanitäre Anlagen, Tisch und Bank. (Bild: jz)

Der Regierungsrat beantragt einen Kredit beim grossen Rat über 250000 Franken. Mit diesem soll das Kreuzlinger Gefängnis einen neuen Sicherheitsstandart erlangen. Dabei werden unter anderem Personenschutzanlagen, Türüberwachung und Korridorüberwachung installiert.
Doch die Zukunft der kleinen Gefängnisse im Thurgau sieht nicht rosig aus. Momentan gibt es vier Vollzugsanstalten im Kanton. In Kreuzlingen, Frauenfeld und Bischofszell stehen sogenannte regionale Untersuchungsgefängnisse (RUG). Ebenfalls in Frauenfeld steht das Kantonalgefängnis. Aufgrund einer vom Regierungsrat festgelegten Überprüfung der Gefängnisstruktur sollen nun einige Standorte geschlossen werden. «Drei kleine und eine grosse Strafanstalt sind nicht zeitgemäss und die Kosten sind zu hoch», erklärt Silvo Stierli, Leiter des Amts für Justizvollzug. Vor allem der finanzielle Aspekt sei wichtig gewesen. Vier Gefängnisse seien zu teuer.

Keine RUGs im Thurgau
In den drei RUGs gibt es insgesamt 23 Haftplätze. Es wird zurzeit abgeklärt, ob diese Plätze zukünftig im Kantonalgefängnis untergebracht werden können. Für Bischofszell und die sechs Haftplätze in Frauenfeld wurde bereits eine baldige Schliessung eingeleitet. Früher oder später wird es auch den Kreuzlinger Zellen an den Kragen gehen. Aber vorerst heisst es nicht abbrechen, sondern aufstocken.

Kreuzlingen soll bleiben
Der Grund weshalb das Gefängnis in Kreuzlingen noch nicht geschlossen wird, ist laut Stierli die passende Lage. Die Grenznähe sowie die Nähe zum Bundesasylzentrum seien günstig. In insgesamt drei Trakten sind die elf Zellen untergebracht. Die Auslastung des Gefängnisses ist schwankend. «Es gibt Zeiten, da sitzen einige Personen mehrere Monate ab», so Stierli. Aber auch Klein-Kriminelle, die nur eine Nacht hinter Gittern verbringen, gibt es ab und an im RUG Kreuzlingen.

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