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Der Zauber ist verflogen

Kreuzlingen – Diesen Dezember wird es keinen Kreuzlinger «Stärnäzauber» geben. Die Organisatoren des Weihnachtsmarkts konnten für die Durchführung nicht genug Personen im Vorstand zusammenbringen. Die Stadt ist derweil an einer Nachfolgelösung interessiert.

«Der Stärnäzauber ist aus einem inneren Feuer enstanden», so Stadtpräsident Thomas Niederberger (hinten) und überreichte dem Stärnäzauber-OK als Dank «Besmer-Brenner». (Bild: ek)

«Als wir 2014 den Stärnäzauber auf die Beine stellten, war unser Engagement eigentlich auf drei Jahre beschränkt», blickt OK-Mitglied Urban Ruckstuhl auf die Anfänge des Chrüzlinger Stärnäzaubers zurück. Bereits vergangenes Jahr, beim vierten Weihnachtsmarkt auf dem Boulevard, stand die erneute Durchführung auf der Kippe. Die neue Präsidentin Ulrike Schmied brachte noch einmal frischen Wind in die Organisation, doch schon da gestaltete es sich schwierig, alle Funktionen im Vorstand zu besetzen.

«Dieses Jahr standen wir wieder vor der gleichen Situation», beschreibt Ruckstuhl den Mangel an Freiwilligen. Der Vorstand habe lange mit sich gerungen und auch Lösungen mit der Stadtverwaltung gesucht, um die personellen Ressourcen stemmen zu können. «Irgendwann mussten wir uns aber eingestehen, dass eine Durchführung 2018 nicht realistisch ist», so Ruckstuhl. Diese Entscheidung bedeutet das vorläufige Aus für den Stärnäzauber in seiner gewohnten Form.

Übergangslösung in Arbeit
Die vergangenen vier Jahre seien schön und voller Spass gewesen, aber irgendwann sei es vom Aufwand her zuviel geworden. «Das Kernteam ist aus dem Kreuzlinger Gewerbeverband heraus entstanden und besteht aus Personen, welche sich allgemein schon stark engagieren», führte OK-Mitglied Werner Meister die Entscheidung weiter aus. «Bevor wir anfangen Leute zu verheizen, wollen wir uns lieber auf die Kernaufgaben im Gewerbeverband konzentrieren», so der Vize-Präsident des Gewebevebands Kreuzlingen.

Auch seitens der Stadt bedaure man das Ende des Stärnäzaubers. «Der Markt war immer ein schöner Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit», so Stadtpräsident Thomas Niederberger. Er zeigte aber auch Verständnis dafür, dass die private Initiative an ihr personellen Grenzen gestossen ist. «Deshalb haben wir uns für einen Marschhalt entschieden», so Niederberger. Gänzlich auf Weihnachtsstimmung auf dem Boulevard will die Stadtverwaltung aber nicht verzichten. Gewisse Ideen und Überlegungen seien im Umlauf. «Die Bevölkerung soll an einem Abend zusammenkommen können», so das Stadtoberhaupt. Doch die Planung für 2018 befänden sich noch in den Kinderschuhen.

Für die Zukunft sei die Stadt weiterhin bereit, bei administrativen oder baulichen Aufgaben Hand zu bieten. Alleine könne und wolle die Stadt aber keinen Weihnachtsmarkt durchführen. «Es muss sich ein neuer Vorstand bilden», stellte Niederberger klar. Denn das aktuelle OK-Team zieht sich auch für 2019 gänzlich aus der Planung zurück.

Ein Konzept für eine andere Art von Weihnachtsmarkt sei der Stadt vergangenes Jahr bereits vorgelegen. «Der Stadtrat hat die Idee aber verworfen, weil der Anlass am See und nicht auf dem Boulevard geplant war», so Niederberger. Der Stadtpräsident hofft nun auf Vorschläge und Engagement aus der Bevölkerung. Wer sich einbringen möchte, kann sich direkt unter thomas.niederberger@kreuzlingen.ch melden.

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