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Schnitzeljagd im Seemuseum

Kreuzlingen – Ab Ende Juni können Kinder und Erwachsene mit der App «Actionbound» im Seemuseum auf digitale Schnitzeljagd gehen. Die neue Attraktion wurde zusammen mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule entwickelt verbindet Wissensvermittlung mit Spiel und Spass. Wir durften schon ausprobieren.

Per App durchs Museum macht gleich doppelt so viel Spass. (Bild: zvg)

Egal ob junge Wasserratte oder alter Bootskapitän: bei den Rallyes durchs Seemuseum kommen alle auf ihre Kosten. «Echte Highlights», nennt Julian Fitze die fünf Rundgänge zu verschiedenen, altersgerechten Themen wie «Lastschiffahrt» oder «Susi, die Forelle». Der Bildungsvermittler und seine Kollegin Nina Kohler haben diese zusammen mit 15 angehenden Lehrpersonen von der Pädagogischen Hochschule (PHTG) entwickelt. Sie fussen auf der gratis App «Actionbounds».

«Mit der App können die Teilnehmenden die Ausstellungen aus einem neuen Blickwinkel erleben und erhalten einen echten Mehrwert», nennt Hanspeter Füllemann, Bereichsleiter der Medienpädagogik, das Ziel ihrer Arbeit. Um Infos für ihr Projekt zu bekommen, haben die Studierende das Archiv des Seemuseums durchforstet, aber auch mit Experten wie einem ehemaligen Schiffsbauer geredet. Die App wird so gleichzeitig zur Wissenskonserviererin. Wichtig war ihnen ausserdem, Ausstellungsstücke mit einzubinden, die ansonsten wenig Aufmerksamkeit bekamen.

Selbst gemachte Museums-App
Die Schnitzeljagden arbeiten mit verschiedenen Aufgaben, Fragerunden und Wettbewerben, haben dabei aber immer den Anspruch, historisch und fachlich korrekt zu sein. Sie bieten einen klaren Weg durch die Ausstellung, den Teilnehmende spielerisch und handelnd erleben können. «Fachwissen verbunden mit Unterhaltung», erklärt Füllemann den Sinn der Rahmenhandlungen, bei denen unter anderem Zeitreisen zum Einsatz kommen.

Die virtuellen Museumsguides arbeiten mit Text, Ton, Bildern und Video. So sind beim Rundgang «Winterfischerei mit Otto» Ausschnitte aus dem Kinofilm «Die Eiskönigin» eingebunden. Wenn Kinder die Schätz- und Ratefragen beantworten, Selfies mit Museumsgegenständen schiessen oder Rollenspiele und Wettkämpfe austragen müssen, hilft ihnen das, aufmerksam und konzentriert durch die Auststellung zu gehen. Sie können so ganz in die Geschichte eintauchen und auf spielerische Art viel lernen, ist sich eine der jungen Entwicklerinnen sicher. Die Schnitzeljagden haben dabei durchaus auch kompetitiven Charakter: So kann in Gruppen gegeneinander gespielt werden. Die App kann im Foyer des Seemuseums oder daheim gratis heruntergeladen werden (www.actionbound.de) und ist auf dem eigenen Endgerät abspielbar. Im Seemuseum gibt es aber auch Tablets zum Ausleihen.

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