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Grosszügige Vereinsförderung

Kreuzlingen – Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat über die Sanierung und Erweiterung der Heinrichhalle. Dazu beantragt der Stadtrat 1,6 Millionen Franken.

Die Heinrichhalle wird von den Sportfischern, Seglern und der Heinrichwerft genutzt. (Bild: sb)

Die Sportfischer und der Junioren-Segelpool haben in der Heinrichshalle am Yachthafen ihre Vereinsräumlichkeiten. Sogar gewerblich wird das Gebäude bis anhin von der gleichnamigen Werft genutzt. Der Stadtrat möchte die Halle nun für 1,6 Millionen Franken sanieren und erweitern. «Wegen der Aussenhülle und dem verbauten asbesthaltigen Material steht das Gebäude schon lange auf unserer Liste», so Stadträtin Dorena Raggenbass an der Medienkonferenz im Vorfeld der Gemeinderatssitzung. Eine sanierte und erweiterte Halle biete den Sportvereinen zudem deutlich bessere Voraussetzungen. Abriss und Neubau wurden verworfen, denn: «Die Halle ist von der Grösse genau richtig, es wurde bereits viel investiert, beispielsweise in Küchen der Sportfischer, und die Trägerkonstruktion ist auch noch gut», so Raggenbass.

Das Gebäude wurde 1961 erstellt. 1996 wurde mit den Sportfischern, einem Kreuzlinger Traditionsverein mit stetig über 150 Mitgliedern, ein Baurechtsvertrag über 35 Jahre geschlossen. Auch der Junioren-Segelpool, die Seglerjugend des Yachtclubs und beider Seglervereinigungen Kreuzlingens und Bottighofens, nutzen die Halle: im Winter nur einen kleinen Teil, im Sommer auch den 590 Quadratmeter grossen mittleren Teil. Dieser wird im Winter von der Heinrich Werft zur Überwinterung von Booten genutzt.
Weiterer Nutzer ist der Tierschutz, der allerdings ins Gebiet Sägenösch zügelt (wir berichteten).
Zur Sanierung und Erweiterung der Heinrichhalle beantragt der Stadtrat beim Gemeinderat 1,6 Millionen Franken. Die Sportfischer investieren 190’000 Franken in den Innenausbau, die Erneuerung des Bootlifts und alle energetischen Massnahmen innerhalb des Gebäudes, die er in eigener Regie durchführen wird. Die Segler bringen sich mit Eigenleistungen im Wert von 16’000 Franken ein und zahlen 64’000 Franken ans Projekt.
Da die Bootswerft Heinrich auf eigenem Land den Neubau einer Bootshalle plant und die Heinrichhalle sowieso in der Freizeitzone steht, soll die Werft diese bis 2024 verlassen. Dann hätten die Segler winters wie sommer dieselbe, grosse Nutzfläche und auch die Sportfischer mehr Platz.

Die Sanierung und Erweiterung der Heinrichhalle soll im April 2019 starten und bis Oktober dauern. Weil die Bauarbeiter asbesthaltiges Material an Fassade, Dach und Innenbereich rückbauen und entsorgen müssen, steigen die Kosten. Auch müssen Dämmung und Heizung auf den neuesten Stand gebracht werden. Zudem gibt es einen Erweiterungsbau im Westen. Aber auch praktische Neuerungen gibt’s: Eine Kranbahn wird eingebaut, mit der Nutzer ihre Boote künftig aufs Kleinlager hieven können.
Eine Photovoltaikanlage hingegen ist nicht in den Baukosten enthalten und wird von den Technischen Betrieben erstellt.
Auf die Sportfischer, die bis anhin einen Baurechtsszins für ihren Bereich zahlten, kommen für die Erweiterung jährliche Mietkosten in Höhe von 12’500 Franken zu, nach Auszug der Werft 18’333 Franken. Beim Segel-Pool wären es 61’750 respektive 73’417 Franken. Diese Kosten müssen die Vereine aber nicht zahlen, da die Stadt Eigentümerin der Halle ist.

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