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Zweifel an den Fähigkeiten von Schulpräsident Zweifel

Kreuzlingen – Aufgrund einer Krebserkrankung leitet seit September 2017 nicht Schulpräsident René Zweifel, sondern seine Stellvertreter die Geschicke der Primar- und Sekundarschulgemeinden von Kreuzlingen. Die Krankheit ist mittlerweile überwunden, Differenzen zwischen dem Präsidenten und der Schulbehörde scheinen eine Rückkehr zum Alltagsgeschäft jedoch zu verunmöglichen. Zweifel hat nun seinen Rücktritt abgeboten – über den Ablauf können sich beide Seiten jedoch nicht einig werden.

Die Schulbehörde möchte nicht, dass ihr Präsident René Zweifel zurück ins Amt kommt. (Bild: archiv)

Am Wochenende versandte die Schulbehörde Kreuzlingen eine Mail an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darin informiert sie über die aktuelle Situation zwischen dem Schulpräsidium und den beiden leitenden Gremien der Primar- und Sekundarschulgemeinde. Seit Anfang März haben beide Behörden René Zweifel deshalb den Rücktritt nahegelegt. Die beiden Behörden sind übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass das Vertrauen in René Zweifel als Schulpräsident schon seit längerer Zeit nicht mehr gegeben sei und man ist gemeinsam zur Überzeugung gelangt, dass es an der Spitze der Primar- und Sekundarschule Kreuzlingen zwingend einen personellen Neuanfang braucht.

In der Mitarbeiterinformation werden weitere Gründe für eine Neubesetzung des Präsidiums aufgeführt:

Es ist gerade auch aufgrund der aktuell anstehenden, vielfältigen und wichtigen Themen in den Schulen (Beispiele: Schulraumentwicklung, pädagogische Entwicklung, Egelsee) entscheidend, dass das Vertrauen vorhanden ist. Zudem kommt die Interimslösung mit den beiden Vizepräsidenten im Teilzeitamt insgesamt an ihre Grenzen. 
 
Die beiden Schulbehörden haben im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht, ihrer eigenen Feststellungen und Erfahrungen und aufgrund verschiedener Rückmeldungen während der letzten zwei Jahre feststellen müssen, dass der aktuell gewählte Schulpräsident die Anforderungen, die das Amt des Schulpräsidenten mit sich bringen, in verschiedener Hinsicht nicht erfüllt.

Seitens beider Behörden hat man René Zweifel deshalb bereits in der Zeit seiner erneuten Krankschreibung ein Angebot zur frühzeitigen Beendigung seiner Amtstätigkeit unterbreitet, welches er entgegen erster Verlautbarungen nun doch nicht annehmen will.  Zweifel hat gegenüber beiden Behörden verschiedentlich angekündigt, dass er das Amt zur Verfügung stelle, wenn er durch beide Behörden dazu aufgefordert werde. Zuletzt hat René Zweifel das Ende letzter Woche mit einer eMail bestätigt. Das Ziel sollte sein, dass dies bis Ende Juni kommuniziert werde. Leider ist es nicht dazu gekommen. Formell ist seitens René Zweifel kein Rücktrittsgesuch eingereicht worden.
 
Die beiden Schulbehörden haben sich in den letzten Wochen stark darum bemüht, mit René Zweifel eine einvernehmliche Lösung zu finden. Leider müssen wir heute feststellen, dass diese nicht zu Stande gekommen ist.
 
René Zweifel hat uns vor zwei Wochen mitgeteilt, er könne in den nächsten Tagen zu 50 Prozent, wieder in die Amtsführung einsteigen und nach einer längeren Ferienabwesenheit, über die Schul-Sommerferien, danach die Amtsführung wieder zu 100 Prozent übernehmen. Die Behörden sind übereinstimmend der Auffassung, dass sich dies aufgrund der aktuellen Situation sehr schwierig gestalten würde. 
 
Die beiden Schulbehörden sind in engem Kontakt und werden aufgrund der Entwicklungen die weiteren Schritte prüfen und wo notwendig auch die erforderlichen Entscheidungen treffen.

Schulpräsident René Zweifel bestätigt auf Anfrage, dass die Differenzen bestehen und dass er einen Rücktritt in Erwägung zieht. An einer einvernehmlichen Lösung hindere ihn derzeit, dass für seinen Abgang noch keine Lösung gefunden wurde.

Ich halte fest, dass ich mich von meiner Krebserkrankung vollständig erholt habe. Ich bestätige, dass es zwischen mir und den Schulbehörden Differenzen über die Organisation und Führung der Schulverwaltung gibt. Diese erweisen sich als unüberbrückbar und damit ist aus meiner Sicht eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr denkbar. Ich habe daher beiden Schulbehörden zum Wohle der Schulen in Kreuzlingen anerboten zurückzutreten.

Die konkreten Verhandlungen dauern nun knapp zwei Wochen. Ich bin verhandlungsbereit. Eine Lösung ist allerdings noch nicht gefunden. Ich erwarte hier nach über 25 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Schule Kreuzlingen eine für mich und meine Familie sozialverträgliche Lösung, wie dies die Schulbehörden selbst in Aussicht gestellt haben. Mein Ziel ist es, dass die von Seiten der Schulbehörden abgebrochenen Verhandlungen wieder aufgenommen werden und eine Lösung zeitnah gefunden wird. Hierfür werde ich mich einsetzen.

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2 thoughts on “Zweifel an den Fähigkeiten von Schulpräsident Zweifel

  1. Katharina Möschberger

    Was da abläuft gegen Herr Zweifel geht gar nicht. Wo ist da die sogenannte Sozialkompetenz seitens Behörde ?? Sozialkompetenz wird schliesslich von Kindern bereits in der Einschulung verlangt , darum zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen wie Heilpädagogen bzw Psychologen., Mobbingcoach. ..Wasser predigen aber Wein trinken!

    Katharina Möschberger

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    1. Spada Mirko

      Bitte trägt diese Geschichte nicht öffentlich aus. Das hat niemand verdient. Ich bewundere den Lebensmut von René Zweifel. Was er durchmachen musste, ist keiner Person zu wünschen. Was die jetzige Behörde an Zusatzarbeiten übernehmen musste, ist sehr viel! Respekt! René Zweifel wurde mit grossem Vorsprung gewählt. Er war und ist der richtige. Wie die Zukunft aussehen wird, muss intern besprochen werden. Die Schule ist ein Vorbild für unsere Kinder und diese Art von Kommunikation wollen die Kinder und Eltern nicht erleben.
      Danke

      Antworten

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