/// Rubrik: Topaktuell

Kein gelungenes Krisenmanagement

Leserbrief – Dass die Kreuzlinger Schulbehörden mit dem Schulpräsidenten seinen Rücktritt erwägen und mit ihm persönlich besprechen, mag ja noch angehen. (Hans Wipf, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

Aber dass die Behörden gegenüber der Lehrerschaft und letztendlich gegenüber der Öffentlichkeit bekunden, sie forderten den Schulpräsidenten zum Rücktritt auf, ist daneben. Das ist absolut unprofessionell und unkollegial. Sicherlich kann eine Zusammenarbeit manchmal schwierig und die Amtsführung eines Behördenpräsidenten zuweilen für die Behörde unbefriedigend sein, oder es können irgendwelche Umstände eine Person daran hindern, den erwarteten Einsatz zu leisten. Aber das berechtigt keinesfalls dazu, dass eine Behörde ihren Präsidenten bei Angestellten und öffentlich in dieser Form qualifiziert. Nicht die Behörde hat den Schulpräsidenten gewählt, sondern die Bevölkerung.

Es wäre stattdessen die Aufgabe der Behörde, dafür zu sorgen, dass die Aufgaben in der Behörde, in der Verwaltung und in der Lehrerschaft trotz allfälliger Schwierigkeiten möglichst gut erfüllt werden können und wenn notwendig die Ressourcen dafür geschaffen werden. Das alles kann geschehen, ohne eine verdiente Persönlichkeit öffentlich zu diskreditieren. Das macht mir den Eindruck eines zumindest in der Kommunikation nicht gelungenen Krisenmanagements. Ich bin enttäuscht von den Schulbehörden! René Zweifel wünsche ich von Herzen alles Gute.

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