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Erstes «Nein» zu einer Einbürgerung

Salenstein – Vergangene Woche fand die Gemeindeversammlung der Einheitsgemeinde Salenstein statt. Gemeindepräsident Bruno Lorenzato begrüsste die 85 Stimmberechtigten zur 83. Gemeindeversammlung

Schulpräsidentin Ewa Zwick (v.l.) übergab Gaby und Theo Hauser ein kleines Präsent. Esther Baumann wurde von Bruno Lorenzato geehrt. (Bild: jz)

Es standen zwei Einbürgerungen auf der Traktandenliste. Während Familie Schneider, mit Horst Manuel Schneider und seinen beiden Kinder Elisa und Manuel, mit 68 Ja- und 16 Nein-Stimmen klar eingebürgert wurden, sah es für den zweiten Bewerber weniger gut aus.
Nachdem Florian Ritter aus Fruthwilen sich vorgestellt hatte, meldete sich die Einwohnerin Doris Kloter, ebenfalls aus Fruthwilen, zu Wort: «Herr Ritter ist kaum da, er kommt nur ab und an, um den Briefkasten zu leeren. Für mich ist das keine richtige Integration.» Dem erwiderte Florian Ritter: «Ich wohne hier und diese Region ist mein Lebensmittelpunkt», so der 43-Jährige. Die Bewohner von Salenstein stimmten schliesslich mit 29 Ja- und 51-Nein-Stimmen gegen eine Einbürgerung. Falls es zu einer Anfechtung des Antragstellers kommt, wird der Fall dem Amt für Justiz und Sicherheit in Frauenfeld übergeben und dort geprüft. Dieser Mehrheitsentscheid wird als erste Ablehnung eines Einbürgerungsantrag in die Protokollbücher der Gemeinde Salenstein eingehen.

Neue Buslinie geplant
Ab dem nächsten Jahr wird es eine neue Buslinie geben. Das Postauto soll nicht mehr wie aktuell von Ermatingen nach Wigoltingen fahren, sondern von Ermatingen über den Arenenberg nach Weinfelden. «Für Pendler, die über den Hügel müssen, wird diese Strecke sicherlich attraktiv werden», so Gemeindepräsident Bruno Lorenzato. Damit die Buschauffeure den Zeitplan einhalten können, müsse allerdings eifrig aufs Gas gedrückt werden. Gerechnet für die neue Strecke sind 20 Minuten. Aufgrund der neuen Buslinie müssen voraussichtlich Abstriche beim Bahnverkehr gemacht werden.
Zur Rechnung erklärte Gemeinderat Lorenz Stopper, dass neu alles nach dem Model HRM2 aufgestellt sei. Die Gesamtrechnung verzeichnet einen bereits eingeplanten Verlust von über 540’000 Franken. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen.
Für Gemeinderat Giovanni Crupi war dies die letzte Versammlung im Amt. «Aufgrund beruflicher Gründe werde ich bereits per Ende Juli zurücktreten», so Crupi. Er blickt auf fünf Jahre Gemeinderat zurück und meint: «Für mich waren die Versammlungen immer ein Highlight.» Die offizielle Verabschiedung wird an der Budgetversammlung stattfinden.

25 Jahre Ehepaar Hauser
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde das Hauswartehepaar Gaby und Theo Hauser geehrt. «25 Jahre entspricht einer Generation», sagte Schulpräsidentin Ewa Zwick. «Die Arbeit, die in und um die Schule geleistet wird, ist stets sehr gut und vorbildlich. Zudem hat das Ehepaar Hauser immer ein offenes Ohr für die Anliegen der kleinen und grossen Menschen auf dem Pausenplatz», so Zwick. Zudem wurde auch Patrick Elsener für sein 25-Jahr-Jubiläum als Lehrer in der Gemeinde geehrt. Auch in der Gemeindeverwaltung wurden Blumen verteilt. Ebenfalls seit 25 Jahren ist Esther Baumann in der Gemeindeverwaltung tätig. Zur Zeit betreut sie die Fürsorge, die Kreditorenbuchhaltung und die Quellensteuer.

 

 

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