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Der SC Kreuzlingen geht in Führung

Wasserball – Am Donnerstagabend fand im Schwimmbad Hörnli das erste Playoff Halbfinalspiel zwischen dem SC Kreuzlingen und dem SC Horgen statt. Eine hart umkämpfte Partie geht mit 9:7 an die Gastgeber, die in der Best-Of-Five Serie nun mit 1:0 in Front liegen und versuchen werden, am Samstag beim Auswärtsspiel in Horgen ihre Leistung zu bestätigen.

(Archivbild: Mario Gaccioli)

Das emotional geführte Duell forderte beiden Seiten von Beginn weg alles ab. Während die Ostschweizer in der regulären Saison drei ungefährdete Siege gegen ihren Dauerrivalen einfahren konnten, waren jene das erste Mal mit ihrem kompletten Kader im Einsatz. Die Begegnung stand dahingehend in einem speziellen Licht, als dass bereits letztes Jahr jedes Spiel in der regulären Saison in einem Sieg für den SCK endete, die Zürcher sich dann allerdings in den Playoffs stark steigerten und den Kreuzlingern so den Finaleinzug verwehrten.

Auf ein relativ ruhiges und ausgeglichenes erstes Viertel folgte, was sich schlussendlich als Entscheidung herausstellte, nämlich die zwei Mittelviertel. Schon im zweiten Durchgang war einigen Horgener Akteuren die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben, ganz im Gegensatz zu den Thurgauern. Diese konterten nun was das Zeug hielt, und stellten rasch einen 5:2 Vorsprung her. Was anfangs noch gut zu funktionieren schien, wussten die Gäste im späteren Spielverlauf allerdings zu zerstören. Oftmals frühzeitig schossen sie noch während einem Kreuzlingen Konter in den Gegenangriff, stifteten so Unsicherheit ob dem grossen Abschlussrisiko beim Gastgeber. Weil die Kreuzlinger allerdings defensiv sehr sicher standen, konnten sie eine Aufholjagd verhindern. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, wurden mehrere Angriffe zugunsten einer organisierten Verteidigung abgebrochen.

Mit zunehmender Dauer des Spiels, indem der SCK sein Vorsprung grösstenteils auf zwei bis drei Zählern halten konnte, kochten die Emotionen hoch. Mit dem Regen zum Anpfiff des Schlussviertels gerieten die Spieler des Öfteren aneinander, der Ton verschärfte sich deutlich im Vergleich zu den fast harmlosen Begegnungen aus den Vorrunden. Weil schon manch ein Match in diesem Nebel der rauen Emotionen unerwartet gedreht wurde, hiess es für den SCK fortan: Überblick behalten, kein unnötiges Risiko eingehen und klug mit der Zeit spielen. Diese Aufgabe meisterte die junge Equipe um Coach Redder in einer ungesehen ruhigen Manier, und brachten einen 9:7 Sieg ins Trockene. Das Fazit vom Donnerstagabend lautet also: Harte Arbeit schlägt Brechstangenwasserball.

Am Samstagabend um 20 Uhr geht es in der Best-of-Five Serie weiter mit dem zweiten Spiel im Horgener Freibad Käpfnach. Der SCK wird alles daransetzen, das Break nach Hause zu nehmen und am kommenden Dienstag um 20.30 Uhr, wiederum im Hörnli um den Finaleinzug zu spielen. Beim traditionellen Schnitzelbrot und Bier nach dem Wasserballabend zeigten sich dann Fans sowie Spieler zuversichtlich: «Ich glaube fest daran, dass wir am Samstag gewinnen können. Wir haben heute gezeigt, wie viel fitter wir sind», meinte Kapitän Marc Herzog dazu, «und der Unterschied wird bei den kurzen Regenerationszeiten sicherlich nicht kleiner».

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