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Neue Lehrpersonen ausgezeichnet

Kreuzlingen – 126 neue Lehrerinnen und Lehrer für die Vorschul- und Primarstufe erhielten am 7. Juli ihre Diplome. Die 110 Frauen und 16 Männer haben ihr dreijähriges Bachelorstudium an der Pädagogischen Hochschule Thurgau abgeschlossen.

Die frisch gebackenen Lehrerinnen und Lehrer. (Bild: zvg)

Matthias Fuchs, Gesamtleiter der Studiengänge, und die Mentorinnen und Mentoren überreichten den zukünftigen Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen im Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen ihre Lehrdiplome. Auf der Primarstufe erhielten insgesamt 86 Frauen und 16 Männer ihre Bachelor-Urkunde, auf der Vorschulstufe wurden 24 Frauen diplomiert. Unter der Leitung von Lukas Peer gaben Studierende aus dem Modul «Interkultureller Musikunterricht» dem Anlass mit ihren rhythmischen und mitreissenden musikalischen Darbietungen einen frischen und gleichzeitig feierlichen Rahmen.

Diplomrede

Timon Bühler und Hans-Amrhein. (BIld: zvg)

Als Diplomredner sprach Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz und Hochschulratsmitglied der PHTG. Er lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der PHTG und der Universität Konstanz in einem «zusammenhängenden Bildungsraum». Ganz vorne stehe in diesem Bildungsraum die PHTG. Er versicherte den Absolventinnen und Absolventen: «Sie haben an einer grossartigen Hochschule studiert. Ein Diplom der PHTG ist eine Auszeichnung.» Es stehe für eine wissenschaftsbasierte und praxisnahe Ausbildung mit sehr guten Berufschancen. Aus Erfahrung könne er versichern, dass das Schweizer Bildungssystem, in dem auch Lehrpersonen der Vorschulstufe auf Hochschulniveau ausgebildet werden, in diesem Bereich vorbildlich sei. Es werde aber in beiden Ländern den frühpädagogischen Einrichtungen eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Ulrich Rüdigers Appell an die Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen: «Der Masterstudiengang Frühe Kindheit steht Ihnen allen nun offen.» Er bezog sich dabei auf den Studiengang, den die PHTG in Kooperation mit der Universität Konstanz anbietet.

Angela Widmer, Absolventin aus dem Studiengang Primarstufe, richtete ihre Grussworte an die Kommilitoninnen und Kommilitonen. Sie sprach dabei über Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Gelassenheit.

Ausgezeichnete Bachelorarbeiten
Im Anschluss an die Diplomübergabe würdigte Walter Hugentobler, Präsident des Förder- vereins der PHTG, zwei hervorragende Bachelorarbeiten aus dem Studiengang Primarstufe. Timon Bühler befasste sich in seiner Arbeit mit der Umarbeitung eines Musikstückes für eine andere Besetzung, speziell der Umarbeitung von Symphonie-Orchester zu Blasorchester. Timon Bühler hatte in der Bearbeitung von Siegfried Rundel einen melodischen Fehler gefunden, der sowohl dem Referent seiner Arbeit als auch dem herausgebenden Musikverlag bisher noch nicht aufgefallen war. Debora Degiorgi schrieb ihre Arbeit zum Thema «Aufbau und Entwicklung des Selbstkonzepts». Sie befasste sich mit der Frage, wie im schulischen Kontext, besonders im Sportunterricht, das Selbstkonzept von Schülerinnen und Schülern gefördert werden kann. Walter Hugentobler überreichte für diese beiden Arbeiten einen Preis, den der Förderverein der PHTG jedes Jahr dafür stiftet.

Stellensituation
Fast alle Absolventinnen des Studiengangs Vorschulstufe (96 Prozent), die eine Stelle suchten, haben eine Anstellung in einem Kindergarten, einer Basisstufe oder einer Schweizer Schule im Ausland gefunden. Die Mehrheit (78 Prozent) der Neueinsteigerinnen treten nach den Sommerferien unbefristete Stellen an und das zugesicherte Pensum stimmt mit ihren Wunschvorstellungen überein (91 Prozent).

Von den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Primarstufe hatten 86 Prozent der Stellensuchenden zwei Wochen vor den Sommerferien eine entsprechende Anstellung gefunden. Von diesen übernehmen 82 Prozent eine unbefristete Stelle, 18 Prozent ein län- geres Vikariat. 85 Prozent der festangestellten Lehrerinnen und Lehrer arbeiten mit einem Pensum von 80 bis 100 Stellenprozent, was für die allermeisten ihrem Wunschpensum ent- spricht.

Ein Drittel der diplomierten Lehrpersonen für die Vorschulstufe treten ihre Stelle im Kanton Thurgau an. Gut 40 Prozent arbeiten nach den Sommerferien im Kanton Zürich, wo ein aku ter Kindergärtnerinnenmangel herrscht.

Auf der Primarstufe haben knapp zwei Drittel der Stellensuchenden eine Stelle im Kanton Thurgau gefunden und ein Drittel verteilt sich auf die Nachbarkantone ZH und SG sowie andere Kantone.

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