/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Schulpräsident zum Rücktritt aufgefordert

Leserbrief – Anfangs Juli konnten wir in der Zeitung lesen, dass die Schulbehörde Rene Zweifel den Rücktritt nahelegt, weil er scheinbar die Anforderungen an einen Schulpräsidenten in verschiedener Hinsicht nicht erfüllt. (Roland Früh, Kreuzlingen)

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Für einen Kreuzlinger Stimmbürger präsentiert sich das wie folgt. Den besten Zeitpunkt hat die Schulbehörde gewählt. Da ist der Schulpräsident durch seine Krebserkrankung sicher physisch und psychisch angeschlagen und genau zu diesem Zeitpunkt will ihn die Schulbehörde loswerden. Für mich ist dieses Vorgehen moralisch höchst fragwürdig.

Über den Führungsstil oder andere Faktoren kann man geteilter Meinung sein. Jedoch ist René Zweifel immer noch der von der Bevölkerung mit deutlicher Stimmenmehrheit gewählte Schulpräsident.

Er ist der Präsident und nicht die Schulbehördenmitglieder. Eine Zusammenarbeit mag nicht immer einfach sein. Es ist jedoch die Pflicht der Behörde mit Ihrem Schulpräsidenten zusammen zu arbeiten, und nicht gegen ihn vorzugehen.

In der Privatindustrie würde sicher ein solches Vorgehen gegen den Geschäftsleiter wie folgt ablaufen. Am Tag nach der Veröffentlichung des Berichts gegen den Geschäftsleiter, hätten die dafür Verantwortlichen die Kündigung auf dem Tisch und dürften sich eine neue Anstellung suchen.

Jedoch ist dies in diesem Falle nicht möglich. Sowohl der Schulpräsident als auch die Schulbehörde sind vom Kreuzlinger Stimmbürger für eine Amtsperiode gewählt.

Wenn jetzt der Präsident geht, dann wird sein Nachfolger gewählt. Werden wir dann in zwei bis drei Jahren wieder mit einem solchen Vorgehen konfrontiert, weil die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen Präsident und Schulbehörde nicht funktioniert.

Sollte es die Gesundheit von René Zweifel wirklich nicht zulassen, dass er das Amt des Präsidenten weiterführen kann, dann hat er sicher die Grösse und Einsicht, dass er das Amt zur Verfügung stellt.

Fühlt er sich aber wieder gesund, das Amt weiter zu führen, so hat er eine Chance verdient. Er soll das Schulpräsidium weiterführen und er kann sich für die Schule durch seinen Einsatz beweisen.

Wenn René Zweifel das Amt niederlegt, so bin ich dafür dass auch die Schulbehörde zurücktritt. Denn nur so kann ein Neuanfang gemacht werden.

Ansonsten sehen wir bei den nächsten Wahlen, ob die dafür Verantwortlichen die Quittung für ihr Verhalten erhalten. Wie die Schulbehörde in diesem Fall vorgegangen ist, war nicht kollegial. Ich finde eine solche Vorgehensweise und ein solches Verhalten ist nicht in Ordnung.

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