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Trockenheit führt zu Wasserentnahmeverbot

Kreuzlingen – Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gilt ab heute ein Wasserentnahmeverbot im Kanton Thurgau. Bäche, Flüsse oder Weiher sind ab sofort Tabu. Der Bodensee ist davon ausgenommen, obwohl sein Pegel derzeit 60 Zentimer unter der Norm liegt.

Die Thurgauer Bäche führen nur noch wenig Wasser. (Bild: C. Näger/pixelio.de)

Seit Beginn des Jahres hat es zu wenig geregnet und in den vergangenen Wochen hat sich das Wasserdefizit im Kanton Thurgau verschärft. Deshalb hat das Departement für Bau und Umwelt entschieden, Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern zu verbieten. Ausgenommen sind der Bodensee, der Rhein sowie das Grund- und Quellwasser. Das Verbot tritt ab heute Freitag, 13. Juli, mit Publikation im Amtsblatt in Kraft und gilt bis auf Widerruf im selben Publikationsorgan.

Regen ist im Kanton Thurgau seit drei Monaten Mangelware. Trotz einiger Gewitter in der ersten Monatshälfte blieben die Niederschläge im Juni in einigen Gebieten deutlich unter dem Durchschnitt. Seit Beginn des Jahres besteht ein Niederschlagsdefizit und es gab vornehmlich hohe Temperaturen. Deshalb führen die Thurgauer Fliessgewässer wenig Wasser. Im Juli ist die Situation kaum anders.

Die Wärme der vergangenen Wochen, die hohe Verdunstung, der Wind und das Ausbleiben von ergiebigen Niederschlägen haben das Wasserdefizit im Kanton Thurgau verschärft. Die Wasserführung der Bäche und Flüsse sowie der Quellerträge sind zurückgegangen. Der Wasserstand des Bodensees liegt 60 Zentimeter unter der Norm und auch andere Seen und Weiher haben tiefe Wasserstände. Die lokalen Niederschläge in den vergangenen Wochen haben keine lang anhaltenden Auswirkungen auf die Pegelstände gebracht.

Auch künstliche Weiher betroffen
Dieses Verbot gilt nicht nur für Bäche, Flüsse und natürliche Weiher, sondern auch für künstliche und bewirtschaftete Weiher wie Mühleweiher, Fischaufzuchtsteiche und der Wasserkraftnutzung dienenden Kanäle.

Vom Verbot ausgenommen sind diejenigen Wasserentnahmen für Bewässerungen, die Wasser aus Oberflächengewässern beziehen, die noch über genügend Wasserreserven verfügen. Dies sind zurzeit der Bodensee (Obersee, Untersee, Seerhein) und der Rhein. Ebenfalls können Wasserentnahmen aus dem Grundwasser oder aus Quellen bis auf weiteres zugelassen werden.

Zur Normalisierung der Abflussverhältnisse in den Oberflächengewässern sind ausgiebige und lang andauernde Niederschläge in den kommenden Wochen notwendig.

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