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Konstanzer Bahnhofsplatz bald autofrei?

Konstanz – Es ist der zweite Schritt im Rahmen des Gesamtprojekts Altstadtring, das 2014 beschlossen wurde und der nächste Schritt nach der Fertigstellung des Rheinsteigs: Wie die Stadtverwaltung nun mitteilt, sollen im Herbst 2019 die Umbaumassnahmen an der jetzigen provisorischen Begegnungszone vor dem Konstanzer Bahnhof beginnen – private Autos werden hier dann nicht mehr fahren dürfen.

Bald wird der Bahnhofplatz autofrei sein. (Bild: Tungsten)

Aktuell fahren laut Stadtverwaltung noch durchschnittlich 8000 Autos über den Bahnhofplatz, an Spitzentagen bis zu 10’000 Autos. Mit der Umsetzung des C-Konzepts soll der Bahnhofplatz künftig autofrei sein und zum Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr und Radverkehr ausgebaut werden. «Kurze Wege zwischen Bahnhof, Bushaltestellen, Taxiständen, Radstellplatz und Leihstationen ermöglichen einen raschen Umstieg und eine zügige Weiterfahrt mit Bahn, Bus, Taxi oder Fahrrad», erklärt die Stadt das Vorhaben. Erklärtes Ziel ist es nicht nur, den Verkehr zu verbessern, sondern auch, die Altstadt näher an den See zu rücken und das gesamte Areal attraktiver zu machen. Zum Beispiel mit 26 Bäumen und 31 Sitzplätzen entlang der knapp 300 Meter langen Strasse. Oder mit der Verschiebung der Bushaltestellen, damit der neoklassizistische Bahnhofsbau mit seinem charakteristischen Turm freisteht.

Die Strasse werde auf 6,50 Meter verbreitert, damit die Busse ungehindert ein- und abfahren können. Die Bushaltestellen liegen dann weiterhin nicht weit von den Bahngleisen entfernt auf dem Bahnhofsplatz. Für Fahrgäste werde ein grosszügig überdachter Wartebereich und digitale Anzeigetafeln wie aktuell am Bürgerbüro eingerichtet. Vor dem Sparkassengebäude könne auf Taxen umgestiegen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite seien vor der Ladenzeile vier Kurzzeit-Stellplätze geplant, davon einer für Menschen mit Behinderung.

Prägend für das Erscheinungsbild des Bahnhofplatzes werden Stellflächen für Fahrräder sein. Die Planungen sehen 16 Plätze für Stadtwerke-Leihräder (Konrad) und vier für Lastenräder von TINK unmittelbar vor dem jetzigen Eingang zum Bahnhof vor. Zudem sollen entlang der gesamten Strasse bis zu 480 Abstellmöglichkeiten für private Fahrräder geschaffen werden. Mittelfristig will die Stadt ein Fahrradparkhaus mit 600 Plätzen bauen. Wo, ist noch unklar. Eine Idee war, eine Ebene des Autoparkhauses an der Dammgasse für Zweiräder zu reservieren. Eine andere, den Schweizer Bahnhof für ein Fahrradparkhaus umzubauen. Vor der Ladenzeile sind Stellflächen für Kurzparker, zum Bringen und Abholen von Bahnreisenden, sowie für Car-Sharing vorgesehen – also für jene, die sich einen Wagen mit anderen teilen. Für alle anderen Autofahrer heisst es ab der Dammgasse: bis hierhin und nicht weiter. Dort ist eine Wendemöglichkeit geplant.

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