/// Rubrik: Sport | Topaktuell

Ein Kampf Mann gegen Mann

Kreuzlingen – Am Samstag, 25. August, verwandelt sich die Bodensee-Arena in eine Box-Arena. Im Hauptkampf will Zino Meuli sich seinen ersten internationalen Titel als Profiboxer erkämpfen.

Durchschlagende Argumente: Zino Meuli (links) ging in seiner Profikarriere bisher noch nicht zu Boden. (Bild: zvg )

«Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als mein Vater mich um drei Uhr morgens weckte und wir zusammen auf dem Schwarzweiss-Fernseher Boxen schauten», erinnert sich Markus Schefer an seine Jugend zurück. Diese Begeisterung und Euphorie für den Boxsport hat zwar nicht bei ihm, doch in der Bevölkerung merklich nachgelassen. Heute locken nur noch millionenschwere Kämpfe das breite Publikum vor die Bildschirme oder in die Kampfarenen. Genau das will der Manager von Istor Boxing ändern.

«Boxen bewegt», gibt auch Andreas Anderegg die Parole durch. Der Präsident der Swiss Boxing Federation will, dass nicht nur die Kämpfer im Ring sondern auch das Publikum sich vor dem Ring versammelt. Doch ohne Hauptkampf keine Veranstaltung – das sind sich die Boxliebhaber bewusst und haben einen internationalen Kampf mit Strahlkraft arrangiert. Der Thurgauer Zino Meuli, welcher bei IstorBoxing unter Vertrag steht, tritt gegen den Südafrikaner Tsiko Mulovhedzi an. Dabei kämpfen die beiden um einen Titel der World Boxing Federation (WBF) im Weltergewicht (-66Kg).

Keine Angst vor dem K.O.
«Mit Zino Meuli haben wir einen würdigen Gladiator für die Thurgauer Bühne», ist Anderegg überzeugt. Doch ein Spaziergang wird es für den Horner nicht. In der Weltrangliste hat Meuli gerade erst die Top 200 durchbrochen, Mulovhedzi rangiert bereits auf Platz 56. Der 31-jährige Südafrikaner stand bereits 23 Mal als Profiboxer im Ring und hat Intercontinental Titel der IBF und IBO gewonnen. Der 25-jährige Meuli wartet derweil noch auf den internationalen Durchbruch.

Wo derzeit Eis liegt, wollen sie einen Boxring sehen (v.l.): Andreas Anderegg, Präsident Swiss Boxing Federation, Trainer René Engler, Markus Schefer von Istor Boxing und Marcel Wick, Geschäftsführer der Bodensee-Arena. (Bild: ek)

Seine Karriere, welche im Alter von 13 Jahren begann, hört sich hingegen schon vielversprechend an. Nach sechs Monaten Training stieg er bereits in den Ring und haute Gegner wie Zuschauer um. Kadette-, Junioren- und Schweizermeistertitel säumten seinen Weg, bis er 2015 den Wechsel ins Profiboxing wagte. In seinen ersten elf Kämpfen ist er ungeschlagen und zeigt auch jetzt keine Angst, selbst einmal K.O. zu gehen. «Der Kampf Mann gegen Mann ist sehr ehrlich. Es gibt keine unfairen Tricks, sondern es geht nur um Schnelligkeit, Fitness und die Kombinationen», beschreibt Meuli seine Leidenschaft für den Boxsport. Für den Kampf am 25. August trainiert er bereits jetzt und will in der Form seines Lebens sein. «Wenn ich diesen Kampf gewinne, öffnen sich für mich natürlich Türen zu weiteren Titelkämpfen», fängt Meuli an zu schwärmen. Denn derzeit ist Boxen noch ein Hobby, für welches er neben seinem Beruf viel Zeit investiert.

Mit der Bodensee-Arena konnte schon einmal eine würdige Kulisse für den internationalen Kampf gefunden werden. Geschäftsführer Marcel Wick hat im Vorfeld einige Box-Meetings besucht und ist mittlerweile Feuer und Flamme für den Sport. «Wir wollen Boxen wieder salonfähig machen», sieht Wick eine Zukunft für den Box-Ring in seiner Halle. In naher Zukunft sind weitere Box-Events geplant. Nachdem das SRF seine Produktionen gekündigt hat, kommt die Sportveranstaltung gerade recht. Mit der Nähe zu Deutschland und Österreich sowie der Infrastruktur sei die Halle prädestiniert für Box-Meetings.

Am Samstag, 25. August, ist Türöffnung um 18 Uhr. Insgesamt zehn Kämpfe stehen auf dem Programm, bevor es den Hauptkampf zu sehen gibt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.