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Fünf bis sechs Mal wird trainiert

Wasserball – Die Kreuzlinger Wasserballer stehen im Ligafinal. Nun müssen sie sich gegen Lugano beweisen. Viel Training und wenig Zeit für anderes: für die Spieler ist dieser Sport eine Passion

Der Schweizermeister Titel ist zum Greifen nah. Doch zuerst müssen sich die Kreuzlinger gegen Lugano behaupten. (Bild: jz)

«So fünf bis sechs Mal pro Woche trainieren hier alle», sagt Philipp Herzog, Spieler der ersten Mannschaft. «Ich bin auch morgens im Hörnli anzutreffen für das Morgentraining.» Seit nun rund zehn Jahren ist der Student im Wasser und spielt für Kreuzlingen. Zur Frage warum es Wasserball wurde meint er: «Dieser Sport ist grossartig! Er ist so vielseitig und nebenbei bleibt man auch fit.»

Viel Training, wenig Lohn
Der Trainingsaufwand ist hoch und die Lorbeeren sehr klein. «Wasserball ist unsere Passion, das ist das Wichtigste», so der 20-Jährige. Viele der Kreuzlinger spielen auch in der Nationalmannschaft der Schweiz. Doch als Profiwasserballer kann man hierzulande nicht leben. «Die meisten von uns sind Schüler oder Studenten. Es gibt auch einige, die arbeiten», so der Spieler. Während dem Aufwärmen neben dem Beckenrand wird rasch klar, diese Jungs sind ein eingefleischtes Team.
Es sind Freundschaften. Dies bestätigt der Kapitän des Teams Marc Herzog: «Zurzeit haben wir ein sehr harmonisches Team. Natürlich bilden sich kleinere Grüppchen, aber die Stimmung ist gut», so der 25-Jährige. Gemeinsam mit seinem Bruder im Team zu spielen definiert den Begriff «zweite Familie» neu. «Ich sehe Philipp mehr im Hörnli als zu Hause», scherzt der Kapitän. Als das Training offiziell beginnt, merkt man sofort, die Spieler wollen sich verbessern. Seit nun vier Jahren warten sie auf den Schweizermeistertitel. Doch ist dieser überhaupt erreichbar? «Wir haben durchaus eine Chance zu gewinnen», kommentiert der Kreuzlinger. «In den letzten Spielen gegen Lugano war es immer sehr knapp.
Als beinahe «alter Hase» ist Marc Herzog ein sehr erfahrener Spieler. Seit nun 17 Jahren schwimmt er für den SC Kreuzlingen. «Im Wasserball ist man mit 30 noch kein alter Mann. Aber viele hängen die Badehosen in diesem Alter an den Nagel, da sie eine Familie gründen oder auch für den Beruf mehr Zeit haben wollen.» Wie für seinen Bruder ist die Sportart für ihn seine Leidenschaft. «Es ist die perfekte Verbindung zwischen Spiel und Kampf. Zudem kann man unglaublich gut Energie los werden.»

Lugano wird eine Knacknuss
Seit zwei Jahren ist Benjamin Redder der Trainer der Mannschaft. Im Grossen und Ganzen ist er zufrieden. «Unser Ziel war es, das Finale zu erreichen, das haben wir geschafft», so der ehemalige Wasserballspieler. «Nun wäre es toll, ein zweites Heimspiel herauszuschlagen.» Das erste Spiel der Best-of-five Serie fand gestern statt. Das Spielergebnis war vor Redaktionsschluss nicht bekannt. Das zweite Spiel wird eine Heimrunde im Hörnli. «Wir hoffen, dass viele Fans uns tatkräftig unterstützen», so Redder. «Lugano wird eine Knacknuss, zurzeit haben sie das stärkste Team, das ich je gesehen habe, aber das muss nicht heissen, dass wir chancenlos sind.»

Morgen, 20.30 Uhr, spielt der SC Kreuzlingen gegen den NPS Lugano das zweite Finalspiel im Hörnli in Kreuzlingen.

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