/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Schwimmen wir gegen den Strom?

Leserbrief – Da hat sich in unserer Stadt eine Minderheit von überwiegend Geschäftsbetreibenden durchgesetzt, die anderen wurden nur teilweise oder gar nicht befragt. Hat diese Gruppe noch nicht realisiert, dass in der Schweizweit seit 2010 tausende Geschäfte eingegangen sind auf Grund des Schweizerfranken, des Einkaufstourismus im Ausland und nicht zuletzt die wachsende Konkurrenz der Online Warenhäusern. Da war der Verkehr bestimmt nicht der Grund. (Karel Knop, Kreuzlingen)

Zuerst als Beispiel die Verkehrslage in einigen Städten:
Zürich: die weltberühmte Bahnhofstrasse ist weitgehend Autofrei.
Konstanz: die Innenstadt (Altstadt) ist für den Autoverkehr gesperrt, dort findet man die besten und teuersten Geschäfte und demnächst wird auch der Bahnhofplatz für die Personenautos nicht zugänglich.
Kreuzlingen: hat die teilweise Sperrung wieder Rückgängig gemacht
(ein Versuch für ein Jahr festgelegt, jedoch nach vier Monaten beendet).

Gut, das unsere Geschäfte noch leben, wenn auch mit dem angebotenen Sortiment (es gibt einige Ausnahmen) nur schwierig ein Vergleich mit Konstanz zu machen ist. Das ist auch ein Grund, den man gerne vergisst.

Zum Schluss noch einige Bemerkungen : Es sind nicht nur die Interessen der Gewerbetreibenden, sondern auch vieler anderen, welche die nachhaltige Qualität unserer Hauptstrasse nicht gerade positiv beeinflussen. Der Fussgänger Vortritt wird immer mehr ignoriert, nehmen sie doch mal Platz in den schönen Kaffeehäusern auf dem Trottoir. Als Autofahrer werden sie feststellen dass auch der rechts-Vortritt grosszügig übergangen wird. Dadurch verliert der Boulevard mehr an Aufenthaltsqualität. Die blickenden Geschwindigkeitsmessungen auf der Strasse reichen nicht aus. Es fehlt an Kontrollen .

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