/// Rubrik: Region | Topaktuell

Bonjour Monsieur Parmelin

Nach Langrickenbach kam hoher Besuch. Bundesrat, Regierungsrätin und Nationalrat hielten zum 20. Geburtstag der Gemeinde eine Rede.

(v.l.) Guy Parmelin, Bundesrat, Monika Knill, Regierungsrätin, Fabienne Schnyer, Gemeindepräsidentin, Markus Hausammann, Nationalrat. (Bild: jz)

Die Schweiz feierte ihren 727. Geburtstag. Mit ihr durfte die Einheitsgemeinde Langrickenbach das erste Jubiläum feiern. Vor 20 Jahren schlossen sich fünf Gemeinden zu einer Einheitsgemeinde zusammen. Um diesen Geburtstag gebührend zu feiern kam illustre Gäste aus Bern und Frauenfeld.
Der Westschweizer Bundesrat Guy Parmelin reiste in die Ostschweiz. Das Festzelt auf der Wiese hinter der Turnhalle war voll. Alle Besucher waren gespannt auf die Rede des Bundesrates. Als Departementsleiter von Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) liege ihm vor allem die Sicherheit der Schweiz am Herzen. «Ich bin der Meinung, dass jeder etwas zur Sicherheit beitragen kann», so der Bundesrat. Dabei wollte er nicht nur auf den Militärdienst hinweisen. «Jeder kann mithelfen», betonte er. Zum Schluss seiner Rede eröffnet der Bundesrat: «Ich träume von einem Land, dass von freiwillige Engagierten lebt , die sich alle gegenseitig helfen. Es lebe die Schweiz und es lebe der Thurgau.» Als Dank für seinen Besuch schenkte die Gemeinde Langrickenbach dem Bundesrat eine Holzbank. Diese wird allerdings nicht nach Bern gehen, sonder bleibt in der Gemeinde. «Auf dem Panoramaweg mit schönem Blick auf den Bodensee wird die Sitzbank stehen und jeden, der vorbeiläuft, an den Bundesrat erinnern», erklärt Gemeinderat Albert Stäheli. Dankend nahm der Ehrengast auf der Bank platz.

Damals vor 20 Jahren …
Ebenfalls hinter dem Rednerpult standen Regierungsrätin Monika Knill und Nationalrat Markus Hausammann. Einerseits erzählte Knill, als Nachbarin der Gemeinde, in ihrer Rede, was vor 20 Jahren alles Geschichtsträchtiges passiert. «Google wurde damals gegründet.» Andererseits konnte Hausammann als Zeitzeuge und Einwohner der Gemeinde genaue Auskünfte über die Entstehung vor 20 Jahren geben. Doch dem ehemaligen Gemeindepräsidenten kamen auch einige mahnende Worte über die Lippen. «Die gute Gesellschaft im Dorf soll weiter bestehen. Diese muss aber von allen gepflegt werden.»
Auch die lokalen Vereine wurden gefeiert. Da die Schützen und die Turner jeweils von einem kantonalen Anlass zurückkehrten, wurden beide Vereine gebührend empfangen. Am Ende der Reden zeigten die Jugikinder und die aktiven Turner jeweils eine kleine Turndarbietung. Dabei konnte der Verein zeigen, dass sie trotz kleiner Gemeinde eine stattliche Anzahl an Turnerninnen und Turnern haben. Owohl das Entzünden des Funkens diese Jahr ausblieb, konnte ein friedliches Fest gefeiert werden.

Bundesrat Guy Parmelin (Bild: Schweizer Parlament)

Interview mit Bundesrat Guy Parmelin

Herr Bundesrat, was bedeutet der 1. August für Sie? Die meisten Schweizer haben frei, nur die Staatsoberhäupter
müssen arbeiten …
Nein, so sehe ich das nicht. Es ist wichtig für mich und auch eine Ehre an den verschiedenen Feiern dabei zu sein. Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine Einladung erhalte.

Sie sind Weinbauer mit Meistertitel, haben Sie schon den Ostschweizer Wein gekostet?
Natürlich habe ich bereits den Wein gekostet. Es ist nicht das erste Mal, dass ich in der Ostschweiz bin. Ich durfte bereits Weinfelder Wein degustieren. Er schmeckt mir sehr gut. In der Region hier kann man ganz andere Weine machen als in der Westschweiz. Deshalb werde ich diese Weine auch nicht vergleichen. Mir schmecken beide sehr gut.

Ist die Ostschweiz überhaupt ein Thema in Bern oder stehen wir eher auf dem Abstellgleis?
Ich weiss, die Ostschweizer hätten gerne wieder Mal einen Bundesrat. Die Ostschweiz ist durchaus ein Thema in Bern. Ich persönlich habe mich sehr über die Einladung gefreut. Ob ich nun von Bern nach Genf oder an den Bodensee fahre, ist gleich weit.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.