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Brüllmann bläst zum Angriff

Kreuzlingen – Die SP hat ihren Kandidaten für den frei werdenen Stadtratssitz nominiert: Markus Brüllmann möchte Barbara Kern im Departement Soziales beerben. Der Gemeinerat gibt sich siegessicher.

Einstimmig nominierten die SP-Mitglieder Markus Brüllmann zu ihrem Kandidaten für die Stadtratswahl. (Bild: ek)

Mehrere Bewerber aus dem SP-Lager hätten sich im Vorfeld auf den frei werdenden Kreuzlinger Stadtratssitz gemeldet. Eine Findungskommission habe mithilfe eines Kriterienkatalogs die Kandidaten genauer unter die Lupe genommen. «Dabei ging es um Führungserfahrung, das Wunschdepartement aber auch die persönliche Perspektive für die Zukunft», berichtete Reto Canal aus der Findungskommission.

Das Ergebnis: Mit allen Bewerbern hätte man sich vorstellen können, ins Rennen um den freien Sitz zu gehen. Die Wahl fiel schlussendlich auf Markus Brüllmann. Ein Entscheid, mit dem sich nicht nur die Mitbewerber, sondern auch die Mitgliederversammlung der Kreuzlinger Sozialdemokraten einverstanden zeigten. Am vergangenen Mittwochabend nominierten die knapp 30 anwesenden Parteimitglieder Brüllmann zum Kandidaten für die Stadtratswahl vom 25. November.

Erfahrener Lokalpolitiker
Seit 2008 sitzt Brüllmann im Kreuzlinger Gemeinderat und hat sich vor allem bei Verkehrsthemen wie dem Stadtbus hervorgetan. Für ihn ist jedoch klar, dass er das Erbe von Barbara Kern im Departement Soziales antreten möchte. Ein neues Themengebiet für den derzeitigen Verkäufer im Aussendienst bei einem Hersteller für Pumpen. «Dafür muss ich dazulernen und ich will dazulernen», so der 50-Jährige. Sollte er in das 60-Prozent-Pensum gewählt werden, wird er seinen derzeitigen Job an den Nagel hängen müssen. Seine berufliche Laufbahn könne er dennoch in der Kollegialbehörde einbringen. «Ich bin ein Teamplayer und guter Verkäufer», beschrieb Brüllman seine Stärken. Diese möchte er auch gleich im Wahlkampf unter Beweis stellen und kündigte trotz derzeitigem Mangel an Konkurrenz aus einer anderen Partei einen engagierten Wahlkampf an. «Der Sitz ist nicht auf sicher», rief er seine Parteigenossen zur Mithilfe auf. Seine Präsenz soll der Partei auch für die kommenden Gemeinderatswahlen Schwung geben.

Wahl ohne Wahl?
Abgesehen von den aktuellen Stadtratsmitgliedern haben sich neben Markus Brüllmann noch keine Kandidaten für die Erneuerungswahl hervorgetan. Die Kreuzlinger SVP als zweitstärkste Partei im Gemeinderat möchte jedoch ins Rennen um die Exekutive mit einsteigen. «Wir suchen derzeit nach einem geeigneten Kandidaten», bestätigt Parteipräsident Fabian Neuweiler. Probleme bereite der Partei dabei, dass das Arbeitspensum von 60 Prozent sich schwierig mit einer weiteren Tätigkeit vereinen lasse.

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