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Zeitgenössische Musik die sich hören lassen kann

Kreuzlingen – Am Montag, 20. August, 20.15 Uhr, findet das erste Abonnementskonzert der GML, Gesellschaft für Musik und Literatur Kreuzungen, in der Campus Aula Schulstrasse 39, Kreuzlingen, statt.

Das erste Konzert der GLM findet am Montag statt.(Bild: zvg)

Zeitgenössische Musik besteht längst nicht mehr nur aus avantgardistischen Klangexperimenten, die ausschliesslich einer spezialisierten Hörerschaft halbwegs zugänglich sind. Durch zahlreiche Einflüsse bereichert, vermögen viele Werke heute ein weites Publikum zu faszinieren. Die vier Werke unseres Konzertes, zwischen 2002 und 2017 entstanden, gehören alle dieser zeitgenössischen Non-Avantgarde-Musik an. Rodrigo Ratier und Gilles Colliard werden nicht nur anwesend sein, sondern auch Einführungen zu ihren Werken geben. So erfahren die ZuhörerInnen aus erster Hand, welche Gedanken sich die Komponisten zum jeweiligen Werk gemacht haben.

Gilles Colliard komponierte «Fusion» 2002 für elf «solistische Streicher» und Glocke. Als Komponist, Geigensolist und Dirigent in Personalunion, verbindet Colliard alle Tätigkeiten zu einem reichhaltigen Musikerleben. «Agnus Dei», extra für dieses Konzert geschrieben und hier uraufgeführt, schafft eine passende Atmosphäre zum liturgischen Text. Bemerkenswert ist auch die ungewöhnliche Besetzung von Sopran, Viola und Klavier als Solisten gegenüber dem Streichorchester. Frank Ezra Levy, 2017 verstorben und wie Colliard Schweizer, schrieb sein 6. Klavierkonzert für Streichorchester und solistische Pauken. 2014 für Timon Altwegg komponiert und bereits auf CD erhältlich, bleibt es in konventionell dreisätzigem Rahmen, füllt diesen aber mit Levys ganz eigener Tonsprache.

Rodrigo Ratiers Bratschenkonzert «4 Viñetas Tangueras» entstand 2017 als Auftragswerk für Hana Gubenko und erlebt hier seine Uraufführung. Die musikalische Basis dieses Werkes ist der Argentinische Tango. Auch Ratier ist, wie Colliard, vielseitig tätig (Komponist, Dirigent, Pianist, Arrangeur) und spielt in verschiedenen Gruppierungen des Tango Nuevo und Tango-Jazz. Seine Herkunft (Buenos Aires) ist in allen seinen Werken, trotz Verschmelzung mit verschiedenen anderen Einflüssen, immer klar erkennbar.

Eintritt: 35 Franken oder 30 Euro, Schüler/Studenten fünf Franken, IV-Ausweis 20 Franken. Es herrscht freie Platzwahl. Tickets im Vorverkauf können beim Kreuzlingen Tourismus, Hauptstrasse 39, bezogen werden. Keine Reservierung möglich.  Bestellung unter info@gml-kreuzlingen.ch

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