/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Der Biber im Thurgau

Kreuzlingen – Am Mittwoch, 22. August, 19 Uhr, referiert Philip Taxböck, im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe «Natur entdecken» über die Erfolgserlebnisse und Schwierigkeiten im Zusammenleben von Mensch und Biber in der Region.

Der Biber lebt in fliessenden und stehenden Gewässern sowie an den Uferbereichen
(Bild: Philip Taxböck)

Das Referat steht im Zusammenhang mit der Sonderausstellung «Rückkehr mit Nebengeräuschen: 50 Jahre Biber im Thurgau» die im Seemuseum Kreuzlingen besucht werden kann. Der Biologe und Leiter des Projekts «Aktion Biber & Co. Ostschweiz», Philip Taxböck, veranschaulicht wie der Biber seinen Lebensraum prägt. Gewässerläufe werden durch Dammbauten verändert, Bäume gefällt und Feldfrüchte als Nahrungsquellen genutzt. Diese Verhaltensmuster verursachen teilweise Konflikte mit dem Menschen. Philip Taxböck geht der Frage nach, wie das positive Zusammenleben gestaltet werden kann.

Der Biber wurde in der Schweiz um 1800 ausgerottet. Das Fell und Fleisch war begehrt und das Bibergeil, ein Drüsensekret, diente als Wundermedizin. Auch als vermeintlicher Fisch- und Krebsräuber wurde der rein vegetarisch lebende Biber intensiv gejagt.Nach letzten Schätzungen umfasst der Biberbestand etwa 500 Tiere. Der Thurgauer Biberbestand ist der grösste in der Schweiz und für die Ausbreitung in den angrenzenden Nachbarländern von grosser Bedeutung.

Das Referat findet am Mittwoch, 22. August, 19 Uhr im Seemuseum Kreuzlingen statt. Eine Anmeldung im Seemuseum, Telefon 071 688 52 42, ist erwünscht; der Eintritt beträgt fünf Franken. Die Sonderausstellung «Baumeister Biber» kann bis zum 18. November  besucht werden. Das Seemuseum ist von Juli bis September von Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene acht Franken, ermässigt fünf Franken und für Familien CHF 15.-, der Eintritt für Kinder bis zehn Jahre ist kostenlos. Führungen können auf Anfrage direkt im Seemuseum, Seeweg 3, 8280 Kreuzlingen, gebucht werden. Anmeldung unter Telefon 071 688 52 42 oder per E-Mail: info@seemuseum.ch.

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