/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Aus dem Amt gemobbt

Leserbrief – Ich bin sehr enttäuscht von René Seiler, dass er jetzt nach sechs Jahren an die Öffentlichkeit geht und versucht, Michal Thurau beziehungsweise uns als damalige Primarschulbehörde mit unwahren Aussagen zu belasten. (Reto Maurer, Bottighofen)

(Bild: archiv)

Wir hatten damals Stillschweigen vereinbart. Als ehemaliges Behördenmitglied (2006 bis 2012) weise ich die von ihm erhobenen Vorwürfe («aus dem Amt gemobbt», «ihn zermürbt» und dass Michael Thurau «Attacken dirigiert» oder «Sitzungen hinter seinem Rücken zwecks dessen Absetzung einberufen» hätte) in aller Deutlichkeit zurück. Das ist schlicht weg nicht wahr! Die Behörde hatte damals eine sehr anspruchsvolle Zeit (Schulhausneubau), wie dies von René Seiler richtigerweise im Interview erläutert wird. Aus verschiedenen Gründen ist leider das Vertrauensverhältnis zwischen dem Präsidenten und den restlichen Behördenmitgliedern sukzessive schlechter geworden, man kann sagen bis zum Nullpunkt gesunken. In diversen Gesprächen hatten wir alle gemeinsam versucht, die Situation zu retten, auch mit professioneller Hilfe der kantonalen Schulaufsicht/Schulberatung. Als sich dann die Vertrauenskrise trotz diverser Rettungsversuche nicht gebessert hatte, ist René Seiler, im Sinne der Primarschule Bottighofen zurückgetreten. Michael Thurau als damaliger Verantwortlicher für Sport und Unterhalt hat danach den Schulhausneubau professionell vorangetrieben und im Rahmen des Budgets und der vorgegebenen Zeit erfolgreich realisiert (Einweihung im November 2013).

Ich habe Michel Thurau während unserer gemeinsamen Zeit in der Schulbehörde als hoch professionellen Schaffer kennen und schätzen gelernt. Nebst seinem eigenen Unternehmen leistet er als Schulpräsident in unserer Gemeinde und von Amtes wegen zusätzlich in Kreuzlingen als Vizepräsident der Sekundarschule ausgezeichnete Arbeit. Man sollte ihn mal fragen, was er, während der Abwesenheit des (ehemaligen) Kreuzlinger Schulpräsidenten, an zusätzlicher Zeit aufgewendet hat und nach wie vor aufwendet. Ich bin mir sicher, dass dies mehrere hundert Stunden sind. Dass man ihn dann persönlich in dieser Form angreift, diskreditiert und seinen Ruf schädigt, hat er ganz und gar nicht verdient. In den Behörden sitzen mehrere, gewählte Mitglieder mit eigenen Meinungen, welche in einem demokratischen Prozess Entscheidungen treffen. Auch Michael Thurau hat nur eine Stimme. Es wäre zu begrüssen, wenn es in der öffentlichen Verwaltung mehr Unternehmer seines Schlages gäbe, welche sich mit einem solch grossartigen Engagement für die Öffentlichkeit einsetzen!

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