/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Neuer Entsorgungshof missachtet Einwände

Leserbrief – Welcher betroffene Quartierbewohner möchte, dass ab 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends tagtäglich Autofahrer aus der ganzen Region ihren Abfall bei der geplanten Grosshalle in Einwurfluken schmeissen können? (Ernst Frischknecht, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

Welche Mutter wäre nicht besorgt, wenn längs des Schulwegs unversehens jährlich 100’000 mehr Autos und Lkw durchfahren? Welcher Bürger müsste sich nicht auch fragen, wieviel an zusätzlichen Abgasen und Lärm durch die vielen Fahrten über die Reute- oder Zelgstrasse ins Seefeldgebiet eingebracht werden. Welcher Fussgänger oder Velofahrer würde sich nicht aufregen, dass die Wege und Einmündungen klar gefährlicher werden, ohne dass man bereit ist, Tempo 30 oder Fahrradstreifen einzuzeichnen?

Und schliesslich wäre anzumerken, dass mit dem Konstrukt Privatfirma-KVA Thurgau- Stadt Kreuzlinger Bürgerinnen und Bürger im Vornhinein ins Abseits gestellt wurden. Bezeichnend denn auch, dass die sogenannte Orientierungsversammlung allein auf privater Basis organisiert war und die Vertreter des Stadtrates eigentlich nichts Erhellendes sagen wollten oder konnten!
Ganz anders die Bauherrin: sie will das Projekt möglichst schnell realisieren und bereits im Sommer 2019 eröffnen. Wo aber bleibt ein verträgliches Verkehrskonzept, ohne das eigentlich eine solche verkehrsintensive Anlage nicht in Betrieb genommen werden kann? Zu hoffen ist, dass der Bericht zur Umweltverträglichkeit zusammen mit der Baueingabe die bitter nötigen Klärungen bringen kann.

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