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Abgesang auf Mister Jazzmeile

Kreuzlingen – Der letzte Auftritt von Vereinspräsident Harry Tschumy sorgte an der Jazzmeile für mehr als nur eine Lobeshymne. Gleichzeitig war die Veranstaltung geprägt von so vielen Musikstilen wie nie zuvor. Selbst Stadtpräsident Thomas Niederberger griff zum Gesangsmikrofon.

«Ich habe immer davon geträumt ein Duett zu Singen», gestand Harry Tschumy bei der Eröffnung der Jazzmeile von vergangenem Freitag. Moderatorin Martina Meisenberg erfüllte den lang gehegten Wunsch des begnadeten Sängers und gemeinsamen gaben sie das Liebeslied «Somethin‘ Stupid» von Frank Sinatra zum Besten. Eine Liebeserklärung nicht nur an die Jazzmeile, sondern auch an Tschumys Lebensmotto: «Lieber mit dem Fahrrad zum Strand, anstatt mit dem Porsche zur Arbeit.» Den Mitbegründer der seit zwölf Jahren für ordentlich Harmonie sorgenden Jazzmeile zieht es nach Südafrika.

Doch zuvor wollten sich noch viele Wegbegleiter und Musikfreunde von Tschumy verabschieden. Vize-Präsident Eckbert Bohner dankte seinem Freund für die vielen gemeinsamen Erlebnisse. Wie genau es mit der Jazzmeile in Zukunft weitergeht, sei noch nicht spruchreif. Sicher ist jedoch, dass es auch nächstes Jahr noch ein Wochenende voll Musik geben wird. Bereits frischen Wind in die Veranstaltungen haben die zwei neuen Programmgestalter Dieter Bös und Ignaz Keller gebracht. An keiner Jazzmeile wie an diesem Wochenende wurde so ein breiter Stilmix an Bands geboten. Als klarer Favorit unter den Eröffnungsgästen kristallisierte sich die Schweizer Blueslegende Vera Kaa heraus, welche am Samstag ihren grossen Auftritt hatte.

Doch zuvor wollte die Meile voll Musik erst noch eröffnet werden. Stadtpräsident Thomas Niederberger und Big Band Leader Dani Felber gaben sich dafür die Ehre. Nicht verlegen griff Niederberger gleich selbst zum Mikrofon und stimmte «Ewigi Liäbi» an. Der Dauerbrenner schwappte auch auf das Publikum über. Trompetenvirtuose Felber liess sein Instrument für sich sprechen und spielte gleich vier Melodien auf einmal. Eine Einlage, die Begeisterungsstürme auslöste. Schlussendlich durchschnitten alle drei gemeinsam das Band und gaben die Bühne für 20 verschiedene Formationen frei.

 

 

 

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