/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Einmalige Inszenierung

Kreuzlingen – Ein aussergewöhnliches Spektakel erwartet die Besucher der «Langen Nacht der Gärten» am Samstag, 8. September, im Seeburgpark. Gemeinsam mit der Musik- und Tanzschule Kreuzlingen erarbeitete das Tanzende Theater Rigolo das Projekt «Flügel im Park».

Die Tanzschule probt eifrig für «Flügel im Park». (Bild: Kurt Peter)

«Es drängt sich ja auf, an der ‹Langen Nacht der Gärten› den Seeburgpark zu bespielen», erklärte Stadträtin Dorena Raggenbass anlässlich einer Medienorientierung am verganenen Sonntag. Diesmal stehen Tanz, Musik und Poesie auf dem Programm. Zehn Stationen und zwölf poetische Bilder, dargebracht von 30 Künstlern, Tänzerinnen, Akrobaten und Musikern geben, so erklärt es Dorena Raggenbass, «ein Gesamtbild, dass sehr spannend, attraktiv und voller phantasievoller Geschichten ist». Für Stepahnie Zweili von der Musik- und Tanzschule ist die Inszenierung Neuland: «Raus aus dem Tanzsaal, hinaus in die Natur war für unsere Tänzerinnen ein grosse Herausforderung».

Neuland betreten
Denn die Bedingungen in der freien Luft seien vollkommen anders als im Saal: «Der Wind, der Boden, das Licht und die Bereitschaft, keine fertige Choreografie sondern ein Projekt zu begleiten und zu gestalten, das in Arbeit ist, waren die Herausforderungen». Aussserdem sei im Projekt generationenübergreifend gearbeitet worden, das habe Spass gemacht und die Truppe zusammengeschweisst, erklärte Zweili. Nicht nur für die Tanzschule war «Flügel im Park» Neuland.

Mädir Eugster, Leiter des Tanzenden Theaters Rigolo brachte erstmals im 40-jährigen Bestehen der Truppe Laien mit Profis zusammen. «Es hat sich sehr gut entwickelt, das Kreuzlinger Projekt hat sich als Glücksfall erwiesen und das Team arbeitet hervorragend zusammen». Er verspricht den Besuchern am Samstag, 8. September, ein grosses Spektakel, das am besten im Rundgang genossen werden könne. «Um 17.30 Uhr und um 20.15 Uhr begleiten die Reisevögel die Gruppen von Bild zu Bild, von Station zu Station».

Ein Rundgang fürs Gesamtbild
Riesengrosse Vogelfedern, wunderbare Blumen, Quallen und ein Vogelmensch, der durch die Mammutbäume des Seeburgparkt fliegt. Etwas mehr als eine Stunde daurt der Rundgang, der beim Brunnen beim Restaurant Seeburg beginnt, erklärte Dorena Raggenbass. Natürlich könnten die Stationen und Bilder auch einzelnen besucht werden, doch der «geführte Rundgang vermittelt das Gesamtbild einfach viel besser». Einzelne Stationen hervorzuheben sei schwierig, erklärte Mädir Eugster, denn alle seien sehr spannend. Fliegende Tücher etwa, eine Inszenierung der spanischen Flamencomeisterin Teresa Andrés. «Akrobaten erfüllen sich dabei den Traum vom Fliegen.» Dies führen die geschickten Artisten der Zirkusschule «Et Voila» aus Neuhausen vor.

«Das Spektakel findet bei jedem Wetter statt», sagte Stephanie Zweili, «wir haben das im Griff und können auch improvisieren.» Die Symbiose aus Natur, Rhythmus, Musik und Licht sollte sich die Bevölkerung nicht entgehen lassen, machte sie deutlich. Viele Objekte, die in 40 Jahren Tanzendes Theater Rigolo zusammengekommen seien, würden wieder zum Leben erweckt, «und auch für uns werden so wieder Erinnerungen wach», meinte Eugster.

Geschrieben von Kurt Peter

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.