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Schulbehörde Kreuzlingen: Ungereimtheiten

Leserbrief – Ein Leserbrief von Peter Müller zum unfreiwilligen Rücktritt des Schulpräsidenten und Neuwahlen

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Der unfreiwillig erfolgte Rücktritt des Schulpräsidenten René Zweifel gehört gegenüber uns Stimmbürgerinnen, uns Stimmbürgern und zum Wohl derjenigen Persönlichkeit, welche die Schule Kreuzlingen inskünftig leitet, geklärt und aufgearbeitet. Ein sauberer Neubeginn ist nur auf der Basis von Ehrlichkeit und Offenheit möglich. Es sind die Werte, welche Bildung und Schule untrennbar verbinden. Wer auch immer die Nachfolge antritt: Diejenige Person, welche die Schule trägt, muss unbelastet beginnen und arbeiten können. Zu zahlreich sind die Widersprüche, als dass – mir nichts, dir nichts – zur Tagesordnung übergegangen werden kann.

Im November 2017 schrieb Vizepräsident M. Blättler im Bericht zum Primarschulbudget «Wir wünschen ihm (René Zweifel) auf diesem Weg alles Gute und dass er bald wieder die Leitung der Schulen Kreuzlingen übernehmen kann». Kurze Zeit später erklärten die Vizepräsidenten, ihr Chef sei schon vor der Erkrankung unfähig gewesen, ohne je den geringsten Beweis für diese entwürdigende Behauptung vorzulegen …
Anfangs Juli  sagte Thurau den vereinigten Parteipräsidenten, dass es in der Sache um René Zweifel keine Unterstützung seitens des DEK (Departement Erziehung und Kultur) gegeben habe. Fast gleichzeitig schrieb RR Monika Knill genau das Gegenteil: Das DEK habe verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten angeboten …
In der Presse wurde René Zweifel öffentlich als unfähig abqualifiziert. Dieser üblen Nachrede folgte sogleich scheinheilig der Hinweis, wie wichtig der Behörde der Schutz seiner Persönlichkeit sei …
Noch vor wenigen Wochen hatten die Vizepräsidenten ein Assessment vor Neuwahlen angekündigt. Jetzt, da die ihre Partei eine Kandidatin gefunden hat, ist dies plötzlich kein Thema mehr …
Die Behauptung der aktuellen Behörde, es gehe ihr ausschliesslich um das Wohl der Schule, steht auch in krassem Widerspruch zum vorgelegten Wahltermin. Wird am angekündigten 25.November  festgehalten, bleibt nur bis zum 1. Oktober Zeit für eine Kandidatur. Welche interessierte und fähige Person ist schon in der Lage in weniger als einem Monat sich zu organisieren? Die FDP stellt die beiden Vizepräsidenten und insgesamt fünf Mitglieder der aktuellen Behörden und damit die Mehrheit der Verantwortungsträger. Es liegt vor allem an dieser Partei, sämtliche Register zu ziehen, um den übereilt angesetzten Wahltermin zu kippen (was durchaus möglich ist) und mit den Ungereimtheiten endlich aufzuräumen. In diesem Sinn wird die nahe Zukunft zeigen, wieweit der FDP etwas an ihrem Ruf gelegen ist.

 

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