/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

«Bei uns gilt immer noch die freie öffentliche Meinungsäusserung»

Leserbrief – Ein Leserbrief von Walter Heider zum Leserbrief von Gino Koci (Ausgabe vom 14. September).

(Bild: pixelio)

Die Beweggründe von G.Koci, die Kreuzlinger Nachrichten als ein Gratisblatt mit Rechtsruck zu begründen, kommen recht dürftig daher. Fakt ist, dass Ch. Blocher als Verleger seit 2017 das Blatt übernommen hat. Richtig ist, dass er in der «Nachlese zum 1. August» über die Euroturbos wettert. In verschiedenen Tageszeitungen, an Radio und Fernsehen hat Ch.Blocher in der Vergangenheit schon öfters mit ähnlichen Worten sich gegenüber der EU und ihrer Sympathisanten geäussert. Ergo: alles Medien mit Rechtsruck, wenn sie dem verhassten Blocher Raum geben ?! Als Verleger wird er wohl auch noch seine Meinung und Kolumnen im eigenen Blatt platzieren dürfen. Ihm einen Maulkorb zu verpassen wäre den Linken und Grünen wohl genehm. Bei uns gilt immer noch die freie öffentliche Meinungsäusserung. Pressezensur nicht genehmer Meinungen kannten und kennen nur totalitäre Staaten.

Weiter stört es G.Koci, dass Publireportagen mit der Empfehlung zur Ablehnung der beiden Agrar-Initiativen erschienen sind. Ein weiteres Indiz des Rechtsrucks ! Es leuchtet ein, dass ein Linker oder Grüner an diesen Publikationen (unterzeichnet von Ex-Nationalrat H.Walter und dem Direktor GastroSuisse, D.Borner) mit klaren Gründen zur Ablehnung der Vorlagen keine Freude daran finden. Es steht aber G.Koci frei, einen Leserbrief mit Annahmeempfehlung im nach «rechtsgerückten» Blatt zu veröffentlichen. Uebrigens: Es gab auch Äusserungen zur Annahme im «rechtsgerückten Blatt». Die Einladung vom Geschäftsführer M.Geissbühler, «Sie liebe Leserinnen und Leser, laden wir gerne ein, uns Ihre Meinung mitzuteilen» (nachzulesen in der Ausgabe vom 23. August), hat Koci leider wohl übersehen.

Fazit: Von den Rechtsruck-Vorwürfen bleibt wohl nicht viel Fleisch am Knochen. Ich respektiere aber Koci’s Sichtweise, ist er doch kein Freund Blochers. Es gilt allerdings wachsam zu sein, auf Publikationen der Extremisten, sei es von rechter oder linker Seite.

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