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«Ich hoffe auf offene Türen, Ohren, und konstruktive Ideen»

Leserbrief – Ein Leserbrief zur Situation auf dem Boulevard von Fabrizio Ribezzi.

(Bild: pixelio)

Die Diskussionen und die Entwicklung betreffend Boulevard oder Haupstrasse in Kreuzlingen geben mir schon längere Zeit zu denken. Ich betreibe zwei Gastronomiebetriebe am Boulevard, einen davon seit 19 Jahren, was mich und meine Mitarbeiter zum Kreis der Betroffenen zählen lässt.
Ich möchte es eigentlich auch kurz und bündig auf den Punkt bringen. Die angestrebte Metamorphose von einer Verbindungsstrasse und wichtiger Verkehrsader (Hauptstrasse) in eine Begegnungsstrasse (Boulevard) mag grundsätzlich eine gute Idee sein, aber sie wurde meines Erachtens von Anfang an nicht zu Ende gedacht, was man ja am heutigen Dilemma gut erkennen kann.

Fakt ist aber, dass wir diese Strasse nun haben und eine Lösung gefunden werden muss. Ich nenne es absichtlich Lösung und nicht Einigung, denn es geht hier nicht darum, eine Plattform für Verbände, Parteien und Politiker zu erstellen, sondern darum, den Einwohnern von Kreuzlingen, die das ganze schliesslich auch finanziert haben und weiterhin finanzieren, endlich gerecht zu werden. Aber auch darum, den direkt betroffenen die Möglichkeit zu geben, Ihre Vorschläge, Gedanken und Erfahrungen einbringen zu können. Löblich ist aber bestimmt das Engagement der Teilnehmer am runden Tisch, die in den letzten Jahren viel Arbeit und Zeit in dieses Vorhaben investiert haben. Trotzdem oder gerade deshalb finde ich es wichtig, dass besagter Tisch auch Unterstützung erhält und zwar von denen die es auch betrifft. Aus diesem Grund habe ich eine IG mit dem Namen «Interessengemeinschaft Boulevard» gegründet, die mit ihren Gesprächen und Diskussionen vielleicht bei der Findung der Lösung behilflich sein kann. Wie genau diese IG agiert und zusammengestt sein soll beantworte ich gerne jedem der mitmachen will unter der folgenden E-Mail Adresse info@ig-boulevard.ch.

Mein Vorschlag: der runde Tisch bleibt weiter bestehen. Unsere IG wertet Vorschläge und Anregungen verschiedener «IG Satelliten» aus und stellt diese dem runden Tisch vor. Die sogenannten Satelliten setzen sich aus folgenden Interessengruppen zusammen und «tagen» selbständig: Anwohner am Bouevard, Detaillisten und Gastronomen am Boulevard, weitere Geschäfte am Boulevard, betroffene Anwohner Nähe Boulevard, betroffene Detaillisten und Gastronomen Nähe Boulevard, betroffene weitere Geschäfte Nähe Boulevard. Somit entstehen acht «IG Satelliten», diese sind jeweils mit einem Delegierten an den Diskussionsrunden der IG Boulevard vertreten und stellen Ihre Vorschläge vor. Diese Vorschläge wiederum werden dem runden Tisch und dem Stadtrat präsentiert. Ich denke damit sollte es möglich sein innert zumutbarer Frist und vorerst ohne teure auswärtige Firmen zu engagieren eine für die Mehrheit akzeptable, dauerhafte Lösung zu finden und das Thema Boulevard endlich abhaken zu können.

Wir werden einen engen Zeitplan verfolgen und auch über Events am Boulevard und in Kreuzlingen diskutieren. Eine Einladung wird nächste Woche an die einzelnen Teilnehmer der «Satelliten» verschickt oder ich spreche persönlich bei einigen vor. Ich bin mir sicher, dass wir relativ schnell einige für die Mehrheit der Kreuzlinger Einwohner brauchbare Ideen finden werden. Für alle passend kann man es nie machen aber einfach nur zusehen und jammern bringt uns nicht weiter! Ich hoffe auf offene Türen, Ohren, und konstruktive Ideen.

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One thought on “«Ich hoffe auf offene Türen, Ohren, und konstruktive Ideen»

  1. schiesser

    Klingt irgendwie nach „wenn ich nicht mehr weiter weiss, gründ ich einen Arbeitskreis“. Noch einen, sollte man dazu sagen. Schliesslich gibt’s schon den Runden Tisch, dessen Ergebnisse die Gewerbevertreter an Selbigem erst mittrugen, die dann aber anschliessend die Gewerbler am Boulevard einen feuchten Kehricht interessierten. Dieser Runde Tisch setzt/e sich ja bereits aus Vertretern verschiedener Gruppierungen zusammen: Gewerbe, Anwohner etc., die alle Ideen und Anliegen hatten und einbrachten…. Was soll denn da noch ein weiterer Arbeitskreis bringen?

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