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Neuer Milchviehstall für den Arenenberg

Salenstein – Der Regierungsrat des Kantons Thurgau plant, für die Domäne Arenenberg einen neuen Milchviehstall zu bauen. Er soll den bestehenden, der den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht, am selben Ort ersetzen. Zu diesem Zweck unterbreitet der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Objektkredit in der Höhe von 2,43 Millionen Franken zur Genehmigung mit dem Budget 2019.

Stephan Winkler (l.), Leiter Projektmanagement im Hochbauamt, Regierungsrätin Carmen Haag und Ueli Bleiker, Chef des Landwirtschaftsamts, stellten an einer Medienkonferenz die Pläne für den Milchviehstall auf dem Arenenberg vor. (Bild: zvg)

Die Domäne Arenenberg mit dem landwirtschaftlichen Ausbildungs- und Demonstrationsbetrieb ist ein wichtiger Bestandteil des kantonalen Bildungs- und Beratungszentrums (BBZ) Arenenberg. Der heutige Milchviehstall wurde 1959 erstellt und 1990 nach den damaligen Bedürfnissen erweitert. Heute kann er die Anforderungen hinsichtlich Grösse und Ausrüstung nicht mehr erfüllen. Der geplante Offenstall gewährt den Tieren ein optimales Klima, bietet 55 Grossviehplätze und genügend Heuraum. Zentrales Element des Bewirtschaftungskonzepts ist ein automatisches Melksystem in Kombination mit einem ungehinderten Weidezugang. Die ganze Anlage entspricht modernsten landwirtschaftlichen Erkenntnissen.
Bedürfnisse der Nutzerschaft
Die Bedingungen für die Thurgauer Milchwirtschaft haben sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert. Praxisbetriebe bewirtschaften heute oft Kuhherden mit 50 bis 80 Kühen oder mehr. Aufgrund dieser Veränderungen ist auch das Betriebskonzept für den Milchviehstall des Schulbetriebs am BBZ Arenenberg anzupassen.
Der neue Stall soll für die Lernenden, die Landwirtschaft und die Öffentlichkeit eine Referenz sein in Bezug auf Organisation, Führung und bauliche Ausstattung eines wirtschaftlichen Milchviehbetriebs. Er soll auch als Demonstrationsstall genutzt werden. Als Sonderräume sind zusätzlich ein Vorführ- und Schulungsbereich am Tier und eine Besucherplattform vorgesehen.

Neubau geplant
Der bestehende Stall wird abgebrochen und als Ersatzneubau mit grösseren Abmessungen am selben Ort wieder erstellt. Das Projekt sieht einen Milchviehstall für 52 Milchkühe und insgesamt neun Kälber vor.
Der als Offenstall konzipierte Bau mit grosszügigem Liegebereich gewährt zusammen mit dem Melkroboter und dem freien Weidezugang den Tieren ein hohes Tierwohl, viel Licht und ein optimales Klima mit guter Luft. Er enthält keine beheizten Räume. Das Heizregister für die Heutrocknung wird über die Holzschnitzelheizung betrieben. Auf den südlichen Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage geplant.

Freier Weidezugang
Die für die Herdengrösse nötige Weidefläche befindet sich östlich des Stalls. Während der Vegetationszeit sollen die Kühe möglichst viel weiden können, was einen freien Zugang zwischen der Weide, dem Melkroboter und dem Stall verlangt. Dazu ist eine Unterführung der angrenzenden Strasse vorgesehen. Geprüft wird allerdings auch eine Variante «Weideübergang über die Strasse».

Kosten und Bauabschluss
Für den neuen Stall samt Abbruch, Einrichtung, Schulungs- und Besucherzugang sowie Aufwendungen für den Weidezugang wird mit Kosten von 2,43 Millionen Franken gerechnet.
Der Objektkredit wird als neue Ausgabe beantragt und untersteht somit dem fakultativen Referendum. Die Bauarbeiten sollen im zweiten Halbjahr 2019 beginnen und im Sommer 2020 abgeschlossen werden. Voraussetzung ist, dass der Grosse Rat dem Kredit zustimmt und kein Referendum ergriffen wird.
Informationsdienst Thurgau

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